Maulkorb und Männergruppen – der Durchblick…

… DURCH DIE TAGESMELDUNGEN:

Erfolg im Kampf gegen „Islamischen Staat“?

Im Irak ist nach US-Angaben ein führender Kommandeur der Terrororganisation Islamischer Staat getötet worden. Der Militärchef des IS in der Provinz Anbar, Abu Wahib, sei am 6. Mai bei einem Luftangriff der US-geführten Allianz ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Drei weitere IS-Kämpfer seien bei dem Angriff auf sein Fahrzeug ebenfalls getötet worden. Abu Wahib ist nach US-Angaben auf mehreren Videoaufnahmen von Hinrichtungen zu sehen. Mehr hier: www.deutschlandfunk.de/usa-is-anfuehrer-im-irak-getoetet.447.de.html?drn:news_id=611747

Erdogan will Maulkorb für Springer-Chef

Der türkische Präsident hört nicht auf, die Grenzen der möglichen Beschränkung der deutschen Pressefreiheit auszutesten: Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine einstweilige Verfügung gegen Springer-Chef Mathias Döpfner beantragt. Es gehe dabei um dessen Unterstützung für das Schmähgedicht von Jan Böhmermann, sagte Erdogans Medienanwalt Ralf Höcker der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Köln. Das Landgericht Köln habe allerdings schon angedeutet, dass es der einstweiligen Verfügung eher nicht stattgeben werde. Wenn die Verfügung nicht erlassen werden sollte, werde er Erdogan empfehlen, in die zweite Instanz zu gehen, sagte Höcker. Döpfner hatte in der Debatte um das Erdogan-Gedicht von Böhmermann in einem offenen Brief Partei für den Satiriker ergriffen. Erdogan-Anwalt Höcker sagte, einer einstweiligen Verfügung gegen den Filmregisseur Uwe Boll („Alone in the Dark“) habe das Gericht schon vollumfänglich stattgegeben. Die Ausfertigung des Gerichtsbeschlusses liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Boll darf demnach beispielsweise nicht mehr sagen, dass Erdogan ein „grenzdebiler kleiner Schwachmat“ sei. Die Gerichts- und Anwaltskosten muss Boll tragen. Mehr hier: www.tagesspiegel.de/medien/boehmermann-schmaehkritik-erdogan-will-einstweilige-verfuegung-gegen-springer-chef-doepfner/13571468.html

Erdogan will (in) die EU

Bei dieser Meldung schaut man unwillkürlich noch einmal auf das Datum, denn sie klingt in diesen Tagen doch etwas absurd: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hält am Wunsch nach einer EU-Mitgliedschaft trotz Verärgerung über europäische Forderungen fest. Dies sei das strategische Ziel seines Landes und er hoffe, dass die vereinbarte Befreiung von der Visumspflicht für Türken bei Reisen in die EU den Beitrittsprozess beschleunigten, teilte der Präsident am Montag mit. Die Türkei werde mit der EU bei der Lösung von Problemen zusammenarbeiten. Er hatte allerdings am Freitag der EU-Forderung, für die Visafreiheit die Anti-Terror-Gesetze seines Landes einzugrenzen, eine scharfe Absage erteilt: «Wir gehen unseren Weg, Ihr geht Euren.» Am Montag forderte er, die EU sollte eine entschiedenere Haltung gegen den Terrorismus einnehmen. Vielleicht meinte der Sultan auch eher, er hält an dem Ziel fest, dass die EU sich seinen Vorstellungen unterwirft. Mehr hier: www.nzz.ch/international/europa/eu-beitritt-tuerkei-haelt-trotz-spannungen-am-ziel-der-eu-mitgliedschaft-fest-ld.18806?reduced=true

Islamistische Selbstmordattentäterinnen gestoppt

Zwei mit Sprengstoffgürteln ausgerüstete Mädchen im Alter von 13 und 15 Jahren sind Behördenangaben zufolge im Norden von Kamerun bei einer Sicherheitskontrolle aufgeflogen und ums Leben gekommen. Das jüngere Mädchen wurde demnach von Sicherheitskräften in der Stadt Mora nahe der nigerianischen Grenze erschossen, das ältere zündete seinen Sprengsatz kurze Zeit später. Die Jugendlichen seien aufgefallen, als sie sich an einem Kontrollposten einer Sicherheitsprüfung verweigerten, erklärte Midjiyawa Bakary, der Gouverneur der Region. Ausser ihnen sei niemand zu Schaden gekommen. Mehr hier: www.nzz.ch/international/nahost-und-afrika/boko-haram-in-kamerun-zwei-jugendliche-selbstmordattentaeterinnen-gestoppt-ld.23666?reduced=true

Moslems verfolgen Christen in Deutschland

Für die deutsche Politik sind sie alle „Flüchtlinge“, doch etliche der „Schutzsuchenden“ versuchen die christliche Minderheit in deutschen Asylbewerber-Heimen zu schikanieren und zu verfolgen. Deutsche Behörden schreiten nur selten ein: Eine Studie dokumentiert, wie christliche Flüchtlinge in deutschen Asylbewerberheimen schikaniert werden, manchmal auch durchs Wachpersonal. Die Vorfälle – und was Menschenrechtler fordern.

Beim Abholen unseres Geldes werden wir immer nach hinten gedrängt. Auch in der Küche kommen wir als Letzte dran. Nach Mitternacht, wenn wir schlafen, klopfen sie ans Fenster und wir können aus Angst nicht mehr weiterschlafen. Und am nächsten Tag beim Sprachunterricht können wir nicht gut lernen. Muslime nennen uns „mortad“, ungläubig.

Lange hat der Mann, der diese Worte zu Protokoll gab, gezögert – aus Angst, dass seine Daten in falsche Hände geraten könnten. Der junge Flüchtling aus dem Iran nahm an einer Studie teil, die religiös motivierte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland dokumentiert..

Die Ergebnisse sind erschütternd. 231 Vorfälle aus der gesamten Republik haben mehrere Menschenrechtsorganisationen, die sich für diesen Zweck zusammengeschlossen haben, binnen acht Wochen zusammengetragen. Christliche Flüchtlinge berichten von Drohungen und Gewalt durch Mitflüchtlinge. „Dies geschieht weit häufiger, als Aussagen von Behörden vermitteln“, sagt Ado Greve, Sprecher der Organisation „Open Doors“, die die Studie koordiniert hat. Am häufigsten werden Beleidigungen genannt (42 Prozent), dicht gefolgt von Körperverletzungen (37 Prozent) und Todesdrohungen (32 Prozent, gegen die Flüchtlinge selbst oder ihre Familie in Deutschland oder im Heimatland). Immer wieder würden sie in Versorgungsfragen benachteiligt (7 Prozent) oder nachts gezielt geweckt. Auch von sexuellen Übergriffen wird in Einzelfällen berichtet. Insgesamt erleben 88 Prozent der Flüchtlinge Verfolgung durch Mitflüchtlinge, in Berlin sind es sogar 92 Prozent. […] „An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich wirklich nicht wusste, dass ich, wenn ich nach Deutschland kommen würde, nur wegen meines Glaubens und hier genauso wie im Iran belästigt werden würde“, notiert ein Flüchtling. Dabei ist die Verfolgung im Flüchtlingsheim in der Regel keine einmalige Erfahrung, sondern wird von drei Vierteln (170 von 230) aller Befragten mehrmals durchlitten […]

Die Befragten berichten zudem, dass der muslimische Wachschutz, der sie eigentlich beschützen sollte, häufig selbst zum Täter wurde. „Nachdem wir von der Security Todesdrohungen bekommen haben, sind wir gemeinsam mit dem Pastor der Kirche zur Polizei gegangen und haben Anzeige erstattet“, erzählt ein Flüchtling.

Das Anzeige erstattet wird, ist aber eher der Ausnahmefall, denn viele Betroffene haben Angst vor weiteren Repressalien vom Wachschutz. Und auch von deutschen Behörden gibt es kaum Unterstützung. Die bemühen sich vor allem um Rücksicht auf die Belange der Muslime. Meldungen, die islamkritisch ausgelegt werden könnten, versuchen sie hingegen lieber zu vermeiden: Oft fehle bei den verantwortlichen Stellen das Bewusstsein für Religion als ausschlaggebende Motivation, moniert „Open Doors“. Stattdessen würden eher ethnische Konflikte, „Essenskonflikte“ oder „Alltagssituationen“ als Ursache von religiös motivierten Übergriffen angegeben.

Besonders schockierend: Manchmal sei sogar die Heimleitung involviert: So soll ein christliches Ehepaar vom afghanischen Heimleiter schikaniert worden sein, heißt es in der Studie. Sie erhielten als „Ungläubige“ nach eigenen Angaben kein Bett und mussten monatelang auf dem Boden schlafen. Der Leiter habe außerdem ihre christlichen Gegenstände (Osterkerze, Bibel und Pfarrbrief) eigenhändig zerstört.

Die Organisationen appellieren an Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich „dieser unerträglichen Situation von schweren Menschenrechtsverletzungen in Deutschland endlich zu widmen und dies zur Chefsache zu machen“. Es dürfe „keine weiteren Integrationsexperimente auf dem Rücken christlicher Flüchtlinge“ mehr geben. Vielleicht sollten die Verfechter deutscher Willkommenskultur damit beginnen, nicht den gesamten Versorgungsbetrieb für Zuwanderer mit Rücksicht auf muslimische Regeln zu organisieren. Dies ist das erste fatale Signal, denn jeder Neuankömmling weiß, dass er nicht ein muslimisches Land kommt. Wenn sich das dennoch bei jedem Kontakt seinen Regeln unterwirft, glaubt er nur selbstverständlich Anspruch darauf zu haben. Mehr hier: www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.gewalt-in-fluechtlingsheimen-studie-so-werden-christliche-fluechtlinge-schikaniert.05c616d6-2e2a-4e5b-86c3-2c0ae4f9336c.html

Alltagsszenen aus Asylbewerberheimen

Diesmal schreibt die Polizei in Bruchsal: Bei einer Schlägerei in einer Asylunterkunft in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) sind vier Flüchtlinge zum Teil schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Montag berichtete, hatten sich mehrere Kontrahenten in der Nacht zum Sonntag in die Haare bekommen und so geprügelt, dass ein 34-Jähriger wegen Verdachts auf ein Schädel-Hirn-Trauma behandelt werden musste. Außerdem trugen die Verletzten Schnittwunden und Brüche davon. Zuvor war eine Gruppe von mehreren Personen in der Unterkunft aufgetaucht und hatte dort in einem Zimmer die Bewohner bedroht – ersten Ermittlungen zufolge mit Messern und Ästen. Als die Polizei eintraf, waren nur noch die vier Verletzten anwesend und die anderen Beteiligten geflüchtet. Sechs Personen wurden später festgenommen. Die Hintergründe des Streits sind unklar. Vielleicht sind die Hintergründe der Auseinandersetzung wirklich unklar, wie Herkunft einiger Beteiligter durfte den Polizeibeamten allerdings nicht entgangen sein. Doch weil dieses Wissen zum Verständnis der Nachricht sicher nicht nötig ist und außerdem noch für Vorurteile und Diskriminierung sorgen könnte, werden wir mit dieser Information nicht behelligt. Mehr hier: www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Pruegelei-in-Asylunterkunft;art1157835,3826402

Die Kollegen von Baden TV kennen solche Skrupel nicht und sprechen tatsächlich von einer „Auseinandersetzung zweier aus Pakistan stammender Gruppierungen“. Dürfen die das? Mehr hier: www.baden-tv.com/schlaegerei-in-fluechtlingsunterkunft-vier-maenner-verletzt-135184/

Deutscher Großfamilienstreit

Auch bei dieser Meldung wirkt die Nicht-Erwähnung der Herkunft einigermaßen kurios. Die Großfamilie ist inzwischen nicht mehr unbedingt typisch für die Deutschen, insbesondere nicht für die deutsche Minderheit in Duisburg – Marxloh: Zwei Großfamilien sind am Samstagabend gegen 20.30 Uhr auf der Warbruckstraße in Marxloh in einen handfesten Streit. Als die Polizei mit mehreren Streifenwagen und Unterstützung der Einsatzhundertschaft eintraf, befanden sich rund 40 Personen auf der Straße. Die Beamten konnten die erhitzten Gemüter beruhigen, allerdings leisteten mehrere Widerstand, schubsten und beleidigten die Einsatzkräfte. Die Beamten schrieben Strafanzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung. Drei Männer (17,19 und 43 Jahre) und eine 31-jährige Frau wurden festgenommen und verbrachten den Rest des Tages im Polizeigewahrsam. Mehr hier: www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/schlaegerei-in-marxloh-mit-zwei-grossfamilien-aid-1.5965357

Razzia in Asylbewerberheimen

Nicht immer erscheint die Polizei nur dann in den Unterkünften, wenn sie zu Massenschlägereien gerufen wird: 50 Beamte der Bundespolizei waren am Montagabend in Löbau an der Georgewitzer Straße im Großeinsatz! Durchsucht wurde über mehrere Stunden eine Gemeinschaftsunterkunft von Asylbewerbern. Eine Tätergruppe aus Georgien steht im Verdacht, bandenmäßig in großem Stil Diebstahl begangen zu haben. Unter anderem sollen zu ihrer Beute hochwertige Kosmetika gehören. Außer in Löbau sollen in Sachsen weitere Objekte durchsucht worden sein. Die mutmaßlichen Täter wurden bereits festgenommen. Mehr hier: https://mopo24.de/nachrichten/grossrazzia-asylunterkunft-loebau-sachsen-diebstahl-68207

Strafen für Asylverweigerer

Dass es in Deutschland immer noch Gemeinden geben soll, in denen kein einziger Asylbewerber lebt, gilt heutzutage als Skandal. Eine Kommune, die immer noch ausschließlich ihre Bürger beherbergt, nebst ein paar zahlenden Gästen, muss bestraft werden: Noch immer gibt es in Sachsen Gemeinden, die nicht einen einzigen Asylbewerber aufgenommen haben. Das hatte bisher noch keine Folgen, sorgt aber bei Bürgermeistern, die ihre Quote übererfüllt haben, für Verstimmung. So sollen die Fördermittel für Investitionen, die der Freistaat für die Kommunen bis 2020 bereitstellt, zuerst an die Städte und Gemeinden verteilt werden, die „gut bei der Bewältigung der Asylproblematik mitgewirkt haben“. Das geht aus einer Vorlage des Landrates hervor. Diese Orte – unter anderem Pirna, Königstein und Sebnitz – erhalten ihr Geld bereits 2017. Das Verfahren sei so mit dem Städte- und Gemeindetag abgesprochen und könnte somit auch Vorbild für andere sächsische Kreise sein. Zwar bekommen „Asylmuffel“ wie Glashütte, Kreischa oder Rathen auch ihr Geld, aber erst im Jahr 2020. Mehr hier: https://mopo24.de/nachrichten/asylmuffel-warten-laenger-auf-ihr-geld-68124

Männergruppen unterwegs

Ist das nun eine fremdenfeindliche Tat gewesen? Gewiss nicht, denn offensichtlich sind alle Beteiligten in diesem Lande in irgendeiner Weise fremd. Aber vielleicht eine rassistische, denn immerhin hat einer der Beteiligten das Wort „Neger“ gesagt. Geht das nun in die Statistik rassistischer Übergriffe in Deutschland ein, obwohl gar keine Deutschen beteiligt waren? Bevor wir mit unbeantwortet in Fragen weitermachen, lesen Sie hier einfach die Meldung: Es war kurz vor der Morgendämmerung, als am 6. September vergangenen Jahres zwei Männergruppen im McDonald’s im ICE-Gebiet Streit bekamen. Acht, vielleicht auch zehn Männer saßen an einem Tisch und beobachteten, wie gegen 4.20 Uhr vier junge Männer mit schwarzer Hautfarbe das Restaurant betraten und sich vor dem Schlafengehen noch einen Imbiss gönnen wollten. Schnell kam es zu gegenseitigen Provokationen, die laut Aussagen der drei aus Serbien stammenden Angeklagten, die der größeren Gruppe angehörten, von den vier neuen Gästen ausgegangen sein sollen. Diese wiederum sind sich sicher, dass einer der bereits im Lokal befindlichen Männer zu einem dunkelhäutigen Mann gesagt haben soll: „Warum guckst Du so böse ?“ Auch die Beschimpfung „Scheiß Neger“ soll gefallen sein.

Darüber waren sich sowohl die Angeklagten als auch die Zeugen einig. Die Gruppe aus dem Balkan soll sich mit Besen „bewaffnet“ und auch mit Fäusten zugeschlagen haben. Aus der Gruppe der Kontrahenten gab es zumindest einen Mann, der sich einen Feuerlöscher geschnappt hatte und sich entweder verteidigen oder auch nur schützen wollte. „Ich hatte einen Feuerlöscher in der Hand, aber ich wollte damit nichts machen“, sagte der Zeuge. […] Den wohl kräftemäßig unterlegenen dunkelhäutigen Männern hätten die Mitarbeiter des Restaurants Schutz gewährt. Bis zum Eintreffen der Polizei seien diese in einem Personalraum untergebracht worden. Von der größeren Gruppe hätten sich mindestens vier Männer entfernt. Mehr hier: www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Schlaegerei-bei-McDonald-s;art680,2003568

„Flüchtlinge“ auf der Ostsee

Oh wie schlimm muss Dänemark sein, wenn man aus diesem Lande über die Ostsee nach Schweden fliehen und sein Leben hat auf dem Meer riskieren muss. Dieser Logik scheint die Berichterstattung zu folgen, die Zuwanderer als Flüchtlinge bezeichnet, wenn sie auf der Ostsee in Seenot geraten: Ist die Ostsee ein Flüchtlingsmeer? Am Montagnachmittag wurden vier Menschen im Öresund gerettet, nachdem ihr Boot gekentert war. Die Männer unbekannter Herkunft hatten offenbar den Versuch unternommen, von Dänemark nach Schweden zu kommen. Das ist seit Jahresbeginn ohne Papiere nicht mehr auf legalem Wege möglich. Dass es zu Fluchtbewegungen auf dem Öresund kommen würde, hatten viele erwartet. Schwedische Medien berichteten in letzter Zeit häufiger über Versuche von Flüchtlingen, die die 16 Kilometer lange Strecke nach Schweden zu Fuß über die Autobahn auf der Öresundbrücke zu bewältigen. Ein Bewohner der Insel Saltholm vor Kopenhagen hatte das Boot in Seenot gesichtet und daraufhin die Seenotrettung verständigt. Drei der Personen hätten es aus eigener Kraft auf die Insel geschafft, eine weitere wurde per Helikopter gerettet, berichtet Henrik Møller Jakobsen, der Vize-Polizeiinspektor von Kopenhagen, dem dänischen Staatssender „TV 2“. Laut „Avisen“, das sich auf Aussagen von Helfern beruft, haben die Männer in gebrochenem Englisch erklärt, sie wollten Asyl in Schweden. Mehr hier: www.shz.de/deutschland-welt/offenbar-fluechtlingsboot-auf-der-ostsee-gekentert-id13658416.html

Immer wieder montags

spaziert Pegida durch Dresden, auch wenn das inzwischen kein überregionaler Aufreger mehr zu sein scheint: Auf der Prager Straße versuchten rund zwei Dutzend Personen gegen 19.45 Uhr die Aufzugsstrecke von PEGIDA zu blockieren. Einsatzkräfte der Polizei unterbanden dies und nahmen die Personalien von 26 Personen auf. Zuvor hatte auf dem Neumarkt ein vermutlich linker Täter (26) den Sockel des Luther-Denkmals beschmiert. Die Beamten stellten seine Identität fest und leiteten ein Ermittlungsverfahren ein. Ansonsten verlief der Demo-Abend wie immer: […] Anführer Lutz Bachmann ging in seiner Eröffnungsrede auf seine Verurteilung wegen Volksverhetzung ein und sprach von einem „Schauurteil“. Außerdem will Bachmann SPD-Politiker Ralf Stegner wegen Volksverhetzung anzeigen. PEGIA-Gastredner Hans-Thomas Tillschneider, Mitglied der AfD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, forderte die Menschen auf, sich gegen die Verbreitung des Islams zu wehren. Außerdem forderte Tillschneider: „Lutz Bachmann sollte das Bundesverdienstkreuz bekommen.“ Wieviele Demonstranten zu Pegida kamen findet keine Erwähnung, vielleicht weil den Berichterstattern das zahlenmäßige Verhältnis zu den Gegendemonstranten nicht gefiel. Mehr hier: https://mopo24.de/nachrichten/Dresden-City-Demos-Pegida-Gepida-68201

Andere Berichterstattern denen die Pegida-Zahl, die auch nicht besonders überraschend ist: An der Dresdner Kundgebung beteiligten sich nach Angaben der Forschungsgruppe „Durchgezählt“ 2.500 bis 3.000 Pegida-Anhänger. Mehr hier: www.mz-web.de/mitteldeutschland/vor-3000-anhaengern–afd-politiker-spricht-auf-pegida-kundgebung–24031542

Endlich wieder ehrliche Flüchtlinge

Nach all der schlechten Stimmung, den Berichten über Antänzer, Massenschlägereien und sexuelle Übergriffe haben Sie doch sicher auch solche schönen Nachrichten wie die folgende schmerzlich vermisst: Er dachte nicht lange nach – und übergab das Geld direkt der Polizei: Am vergangenen Freitagnachmittag entdeckte ein junger Mann während eines Spaziergangs eine Geldbörse, die auf dem Boden des Wanderweges am Rantzauer See in Barmstedt (Kreis Pinneberg) lag. Darin: fast 900 Euro sowie eine EC-Karte. Zielstrebig begab sich der Mann direkt zur zwei Kilometer entfernten Polizeistation Barmstedt, wo er die Geldbörse samt Inhalt den Polizeibeamten übergab. Die Beamten nahmen den Fund mit dankenden Worten entgegen und leiteten ihn anschließend an das zuständige Fundbüro weiter. Bei dem ehrlichen Finder handelt es sich laut Polizei um einen in Barmstedt lebenden, 32 Jahre alten Flüchtling aus Syrien. Mehr hier: www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/ehrlicher-finder-fluechtling-bringt-portemonnaie-mit-900-euro-zur-polizei-id13656306.html

Eskalierender Toiletten-Streit

Wer hätte gedacht das eine Unisex-Toilette eine Staatskrise auslösen kann: Der Streit über ein Gesetz zur Toilettenbenutzung durch Transgender im US-Staat North Carolina eskaliert weiter. Das Justizministerium in Washington und der Gouverneur des Südstaates beharrten gestern auf ihren gegensätzlichen Positionen zu dem Gesetz und brachten Klage gegeneinander ein. Die im März in North Carolina in Kraft gesetzten Regeln sehen vor, dass Transgender nur solche öffentlichen Toiletten benutzen dürfen, die dem in ihrer Geburtsurkunde genannten Geschlecht entsprechen. Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den geschlechtlichen Merkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden. Das Gesetz löste eine Welle von Protesten aus. Gouverneur Pat McCrory schränkte die Reichweite des Gesetzes im April zwar ein. Es soll nur in staatlichen Einrichtungen gelten, nicht also für öffentliche Toiletten, die sich in Gebäuden der Privatwirtschaft befinden. Das reichte dem Justizministerium in Washington jedoch nicht aus. Es setzte dem Gouverneur eine Frist, um das Gesetz rückgängig zu machen. Stattdessen brachte McCrory nun Klage gegen das Justizministerium ein. Er wolle verhindern, dass seinem Staat wegen des Streits Bundeszuschüsse gestrichen würden, begründete er sein Vorgehen. Tatsächlich droht North Carolina wegen des Streits die Streichung von jährlichen Zuschüssen aus Washington in Milliardenhöhe für sein Bildungssystem. Eine tolle Idee ausgerechnet die Schulen zu bestrafen, die wohl am wenigsten mit der Ausarbeitung des Gesetzes zu tun hatten. Mehr hier: orf.at/stories/2338428/

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