Ende der Langeweile

ZITAT ZUR ZEIT: Man ist in diesen Zeiten so anfällig dafür, sich bei den „besorgten Bürgern“ einzureihen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass philosophische Geistesgrößen wie Richard David Precht uns Verunsicherten gelegentlich das Weltbild zurechtrücken. Zumal den blöden Ostlern, die in ihrer Beschränktheit doch tatsächlich glauben, sie hätten mit dem Sturz der kommunistischen Regimes in Ost- und Ostmitteleuropa und der deutschen Wiedervereinigung 1989/ 90 einen spannenden Umbruch erlebt. Die sollten jetzt genau zuhören, um zu begreifen, dass die großen Zeiten erst jetzt angebrochen sind:
Ich bin 1964 geboren und habe es als junger Erwachsener schade gefunden, dass die 80er und 90er Jahre politisch und gesellschaftlich unglaublich langweilig waren. Damals habe ich mir einfach mehr utopisches Potenzial gewünscht. Jetzt haben wir eine Zeit, in der ordentlich was los ist; und dann sind wir sofort beunruhigt, weil wir gar nicht daran gewöhnt sind. Aber in der Geschichte der Menschheit gab es fast nur bewegte Zeiten. Hegel hat einmal gesagt, die friedlichen Zeiten sind die leeren Seiten im Buch der Weltgeschichte. Und davon gibt es nicht viele.

Quelle: http://www.rp-online.de/kultur/richard-david-precht-wir-haben-keinen-anspruch-auf-frieden-aid-1.5966471

1 Kommentar

  1. Martin

    Herrgott, was ist das für ein unsäglich blöder Mensch.

    „. Dass wir jetzt ausgerechnet den armen Teufeln, die aus Syrien kommen, die ihre Familien und ihr Hab und Gut verloren haben, die Schuld dafür geben, dass vieles schlechter werden könnte, das ist erschreckend dumm. “

    Das tut ja keiner. Wir geben den utopistischen Idioten, die die damit verbundenen Probleme nicht sehen wollen, diese grundsätzlich klein reden, schwammig von „Globalisierung“ faseln, die irgendwie schuld sei und alle Flüchtlinge für bedauernswerte Syrer halten, die Schuld.
    Kurz: Selbstgerechten Flach- und Dünndenkern wie Herrn Precht.

    Und jemand, der ausgerechnet die 80er und 90er, mit der sowietischen Invasion in Afghanistan, der SS-20/Pershing Debatte, Wackersdorf/Gorleben, der RAF und erschossenen Polizisten an der Startbahn West und dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme „politisch und gesellschaftlich langweilig“ fand, hat schon einen ganz soliden Sprung in der Schüssel und zeichnet sich durch enorme Merkbefreitheit aus.

    Ah…. und Jahrgang 1964 bin ich auch…

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