Körperverletzung und Kinderehen – der Durchblick…

…DURCH DIE TAGESMELDUNGEN:

Vormarsch des „Islamischen Staats“ in Ost–Syrien.

Im Osten Syriens hat die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nach Aktivistenangaben ein von Regierungstruppen kontrolliertes Krankenhaus in ihre Gewalt gebracht und das medizinische Personal als Geiseln genommen. Bei dem Angriff auf das Krankenhaus in Deir Essor seien am Samstag mindestens 20 regierungstreue Soldaten und Milizionäre getötet worden, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. Auch sechs Dschihadisten seien getötet worden, fügte Rahman hinzu. Nach der Eroberung des Krankenhauses durch die IS-Kämpfer seien die Kämpfe rund um das Gebäude weiter gegangen.

Der IS kontrolliert mehr als 60 Prozent von Deir Essor. In dem Teil der Stadt, der noch von regierungstreuen Truppen gehalten wird, leben fast 200.000 Menschen. Sie sind vollständig vom IS eingekesselt. Der IS will die gesamte Stadt unter seine Kontrolle bringen, insbesondere den Militärflughafen im Süden von Deir Essor. Seit Jahresbeginn machten die Dschihadisten Boden gut und eroberten mehrere Stadtviertel. Mehr hier: www.faz.net/aktuell/politik/krieg-in-syrien-is-erobert-krankenhaus-und-nimmt-geiseln-14233741.html#/elections

Islamisten ermorden buddhistischen Mönch

In Bangladesch ist ein 75-jähriger buddhistischer Mönch ermordet worden. In den vergangenen Monaten fielen in dem asiatischen Land bereits dutzende Vertreter religiöser Minderheiten oder säkulare Aktivisten feigen Mordanschlägen zum Opfer. Dahinter werden islamistische Extremisten vermutet.

Wie die Bangladescher Behörden bekannt gaben, wurde die Leiche des 75-Jährigen in einer Blutlache in einem Tempel in Baishari 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Dhaka entdeckt. Er wurde offenbar mit einer Machete getötet. An dem Angriff auf den Mönch seien mindestens vier Menschen beteiligt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Im Tempel seien Fußabdrücke gefunden worden. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Tat weist Parallelen zu anderen Morden an Vertretern religiöser und anderer Minderheiten in der jüngsten Vergangenheit auf. Unter anderem waren zwei Homosexuellen-Aktivisten, ein Englisch-Professor und mehrere Blogger brutal ermordet worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und ein regionaler Al-Kaida-Ableger hatten sich zu einigen der Verbrechen bekannt. Die säkulare Regierung in Dhaka bestreitet dies, nach ihren Angaben sind die Extremisten-Organisationen in Bangladesch nicht präsent. Mehr hier: www.deutschlandfunk.de/wieder-mordanschlag-in-bangladesch-75-jaehriger.1818.de.html?dram:article_id=354147

Haftstrafen für Proteste in Ägypten

Die Nachrichten aus dem Land des nach Sigmar Gabriel „beeindruckenden Präsidenten“ sind auch nicht gerade ermutigend: Weil sie an Protesten gegen die Regierung teilgenommen hatten, sind 51 Demonstranten in Ägypten zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Nach Angaben von Justiz- und Sicherheitsvertretern wurden sie heute wegen „unerlaubter Proteste“ und „Zusammenrottung“ verurteilt. Anwälte bestätigten die Urteile und kündigten an, in Berufung zu gehen. Die Proteste hatten sich im April an der Abtretung der beiden Inseln Tiran und Sanafir an Saudi-Arabien entzündet. Sie wendeten sich dann aber auch gegen den ägyptischen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und seine Politik der harten Hand. Es waren die größten Proteste gegen die ägyptische Regierung seit rund zwei Jahren. Aufgerufen dazu hatten mehrere laizistische und linksgerichtete Gruppen. Die Proteste waren umgehend aufgelöst worden, die Polizei setzte Tränengas ein. Dutzende Teilnehmer wurden festgenommen. Nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 verfügte der frühere Armeechef al-Sisi über großen Rückhalt in der Bevölkerung. Seit einiger Zeit verliert er jedoch zusehends an Unterstützung, vor allem, seit er mit harter Hand nicht nur gegen Islamisten vorgeht, sondern auch gegen seine Kritiker. Mehr hier: www.orf.at/stories/2339453/

Migranten auf dem Mittelmeer

Die italienische Küstenwache hat im Mittelmeer erneut mehr als 800 Flüchtlinge entdeckt, die von verschiedenen Schiffen nach Sizilien und Kalabrien gebracht werden sollen, meldet dpa. Natürlich ist bei den Kollegen der Nachrichtenagentur das positiv besetzte Wort „Flüchtling“ seit Monaten selbstverständliches Synonym für jede Art von Zuwanderern geworden, seien es tatsächlich Verfolgte, von Krieg und Tod bedrohte Zivilisten oder aber Menschen die ein besseres Leben suchen, Glücksritter, manchmal gar Kämpfer für den wahren Glauben. Insofern ist es interessant zu sehen, woher denn all die „Flüchtlinge“ auf dem Mittelmeer gekommen sind: Die ersten 342 Migranten seien bereits im sizilianischen Hafen von Augusta angekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Entgegen zunächst anderslautenden Berichten sei nur ein Syrer darunter. Bei den anderen handele es sich um Ägypter, Somalier und Sudanesen, sagte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration der dpa. Sicher, das sind alles Länder, die viele gute Gründe bieten, sie zu verlassen. Und in all diesen Ländern gibt es politische Verfolgung, sodass es auch Flüchtlinge geben kann. Nun kann man das nicht schon aus dem Umstand schlussfolgern, dass diese Menschen sich auf ein Schleuser-Schiff übers Mittelmeer begeben haben: Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/wieder-hunderte-fluechtlinge-vor-sizilien-gerettet—keine-syrer-24053224

Betrüger im Asyl-Geschäft?

Wo viele Millionen umgesetzt werden und die niemand über die Kosten wirklich reden mag, wie bei der Betreuung der vielen Zuwanderer und Asylbewerber, fühlen sich viele Nutznießer eingeladen, auch zu falschen Abrechnungen und Betrug. Die BZ präsentiert einen aktuellen Fall aus Berlin: Mehr als 20 Unternehmen und gemeinnützige Träger betreiben Unterkünfte in Berlin. Zuletzt gerieten Firmen wie Pewobe wegen unklarer Abrechnungen mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Verruf. Jetzt sorgt erstmals ein gemeinnütziger Träger für Kritik: der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Berlin. Interne Papiere deuten auf Unregelmäßigkeiten hin.

Dabei geht es um ein ASB-Flüchtlingsheim im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf. Es galt bislang als Vorzeige-Einrichtung. Der B.Z. liegen zu dem Heim Kostenkalkulationen, Abrechnungen und interne Mails des ASB vor.

► Der ASB nutzte offenbar Spendengelder, um Hygieneartikel und andere Verbrauchsgüter für Flüchtlinge zu kaufen. Dabei werden diese Kosten ebenfalls über den Tagessatz für Flüchtlinge beim Lageso abgerechnet. ASB-Chefin äußerte sich auf B.Z.-Nachfrage nicht dazu.[…]

► Der ASB rechnete im Dezember 2015 den vollen Belegungssatz für 1007 Plätze in Höhe von 15 Euro ab, obwohl diese Betten nach Unterlagen, die der B.Z. vorliegen, gar nicht belegt waren. Jutta Anna Kleber bestreitet dies und behauptet, die Unterkunft sei durchgehend ausgebucht gewesen. Nach einem Kontrollbesuch des Lageso am 5. Januar 2015 kritisierte die Behörde aber, dass sich das „vorgehaltene Personal (…) in der Anzahl weder mit dem Personalschlüssel der Berliner Unterbringungsleitstelle (…) noch mit dem Personalschlüssen aus dem Kalkulationsentwurf des ASB vom 17. Dezember 2015“ decke. So gebe es im Bereich der Kinderbetreuung zu wenig Mitarbeiter.

► Für die Verpflegung vereinbarte der ASB mit dem Lageso pro Tag und Flüchtling eine Pauschale von zehn Euro. So stellte der ASB im Dezember 2015 insgesamt 132.430 Euro in Rechnung. Es fielen aber nur neun Euro pro Flüchtling an. So entstand eine Differenz von rund 13.000 Euro.

Trickste der ASB bei der Abrechnung? Fakt ist: Der Berliner Verband hatte in der Vergangenheit finanzielle Probleme, musste sich Geld vom Bundesverband borgen. Grund laut Kleber: das Lageso sei in der Vergangenheit in Zahlungsverzug geraten. Mehr hier: www.bz-berlin.de/berlin/charlottenburg-wilmersdorf/tricksten-die-guten-samariter-bei-der-abrechnung-im-fluechtlingsheim

Interkulturelle Massenschlägerei auf Mallorca

Für die Einheimischen sind manche Gruppen fremder Männer wirklich ein Problem: Deutsche Urlauber und afrikanische Straßenhändler haben sich auf der spanischen Ferieninsel Mallorca eine Massenschlägerei geliefert. Wie die Lokalpresse am Samstag berichtete, waren an der Prügelei am Vorabend an der Strandpromenade der Playa de Palma in der Nähe des „Ballermanns“ etwa 30 Männer beteiligt. Die deutschen Touristen seien stark angetrunken gewesen. Zehn von ihnen seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Ob bei der Schlägerei auch Afrikaner verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Die Straßenhändler waren beim Eintreffen der Polizei verschwunden. Prügeleien zwischen angetrunkenen Urlaubern und Straßenhändlern seien in dieser Gegend in der Reisesaison nicht ungewöhnlich, berichtete die „Mallorca Zeitung“. Mehr hier: www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/schlaegerei-am-ballermann-urlauber-pruegeln-sich-mit-strassenhaendlern-auf-mallorca-14233531.html

Schlaglichter aus den Asylbewerberheimen

Es sind wieder die gleichen üblichen und typischen Nachrichten, die den Interessierten jeden Tag aus den Asylbewerberheimen erreichen. Natürlich sind es oft die Umstände, die in einer unzureichend betreuten Massenunterkunft herrschen, die unweigerlich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen. Ethnische und religiöse Konflikte, sowie die leichtere Erregbarkeit einiger Volks– und Glaubensgruppen tun ihr übriges. Wenn wir diese gern verdrängten Meldungen immer wieder mal zusammentragen, dann geht es selbstverständlich nicht darum, damit kollektiv die Zuwanderer anzuklagen. Doch wer die Mühseligen und Beladenen dieser Welt pauschal einlädt, ihre Zukunft in Deutschland zu suchen, wohl wissend, dass er den meisten der ankommenden Menschen über längere Zeit nur Massenquartiere anbieten kann und permanent Hoffnungen enttäuscht, der verdient durchaus die wiederholte Mahnung durch die Fakten, denn mittelfristig können die Folgen für weite Teile der hiesigen Gesellschaft verheerend sein, wenn man alles einfach so weiter laufen lässt und hofft, es werde alles schon gut gehen, wenn man nur nicht darüber redet.

Beginnen wir mit einer Meldung aus Berlin: Am Donnerstagnachmittag musste ein Jugendlicher nach einem Angriff in Kreuzberg stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Ersten Polizeiermittlungen zufolge geriet der 17-Jährige gegen 16.30 Uhr in seinem Zimmer einer Flüchtlingsunterkunft im Tempelhofer Ufer mit seinem 20-jährigen Mitbewohner in einen Streit. Der Ältere verließ daraufhin das Zimmer und soll kurz darauf mit drei Bekannten in das Zimmer zurückgekehrt sein. Die drei Männer seien keine Mitbewohner der Flüchtlingsunterkunft gewesen, hieß es. Die vier Männer sollen den jungen Mann mit Schlägen gegen den Kopf attackiert haben. Ein Angreifer soll ihm zudem in eine Schulter gebissen haben. Die Polizei stellte die Personalien der beiden Bewohner fest. Die drei Komplizen des 20-Jährigen waren beim Eintreffen der Beamten bereits geflohen. Rettungssanitäter brachten den 17-Jährigen mit einer Bisswunde sowie Kopfverletzungen in die Klinik. Die Kriminalpolizei der Direktion 5 übernahm die Ermittlungen. Mehr hier: www.bz-berlin.de/tatort/schlaegerei-in-fluechtlingsheim-vier-maenner-pruegeln-auf-17-jaehrigen-ein

Hier ist noch eine harmlosere Meldung von Radio Sauerland aus der Zuwanderer-Unterkunft in Marsberg: Im Asylbewerberheim in Marsberg ist in der Nacht ein Streit zwischen Bewohnern eskaliert. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen. Mehr dazu von Radio Sauerland-Reporter Andreas Melliwa.

Insgesamt 3 Mal muss die Polizei anrücken. Zunächst weil es Handgreiflichkeiten zwischen 2 Männern gab. Einer von ihnen war betrunken und griff die Beamten an. Der Tschetschene wurde festgenommen. Kurz darauf kommt es in der Unterkunft zu einer Prügelei zwischen mehreren Syrern und einem Afghanen. Auch hier wird eine Person festgenommen, ein Mann kommt verletzt ins Krankenhaus. Bereits im März hat es einen Messerangriff in dem Asylbewerberheim gegeben. Auch in der Unterkunft in Schmallenberg gab es eine Messerattacke. Quelle: www.radiosauerland.de/sauerland/lokalnachrichten/lokalnachrichten/archive/2016/05/12/article/-d121904f50.html

Die Polizei in Kamen berichtet vorbildlich, also ohne jegliche Herkunftsnennung, die hier nur wieder zu Vorurteilen und Diskriminierungen führen könnte, von einem alltäglichen Zwischenfall: Am Freitag, den 13.05.2016, gegen 09.30 Uhr hat ein 45-jähriger Zuwanderer zwei Männer in der Straße Mausegatt mit einem Messer bedroht. Zu dem Streit auf der Straße vor der Asylbewerbereinrichtung kam es, als der Mann aufgefordert wurde, eine Wohnung zu räumen, die ihm nicht zustand. Darüber wurde er wütend und holte aus dem Haus zwei Messer und ging auf die Männer zu, die sich in ihr Auto flüchten konnten. Der 45-jährige ließ von den beiden ab und ging mit seiner Frau in Richtung Stadt. Diese hatte während der ganzen Zeit versucht ihren Mann zurückzuhalten. Auf der Lünerner Straße wurden die beiden durch die Polizei angetroffen und der Mann konnte überwältigt werden. Da die 46-jährige Ehefrau sich bei der voran gegangenen Aktion selbst verletzt hatte, wurde sie zur Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Ehemann wurde zunächst festgenommen und im weiteren Verlauf in eine psychiatrische Klinik gebracht. Mehr hier: www.presseportal.de/blaulicht/pm/65856/3326940

Körperverletzung gegen Nötigung

Sexuelle Übergriffe durch manche Asylbewerber sind ein Problem, auch wenn immer noch ungern darüber geredet wird. Wenn es andere Zuwanderer trifft, so kümmert sich eher die Familie auf ihre eigene Weise darum , als dass die deutsche Polizei einbezogen wird. Diesen Eindruck muss man bei der Lektüre der folgenden Polizeimeldung aus Lüneburg gewinnen: Opfer einer gefährlichen Körperverletzung wurde ein 19-jähriger Mann aus Afghanistan in den Nachmittagsstunden des 12.05.16 in der Rackerstraße. Der 19-Jährige hatte nach derzeitigen Ermittlungen gegen 16:00 Uhr an einer Bushaltestelle Am Sande in der Lüneburger Innenstadt einer 16-jährigen Jugendlichen (aus Bosnien) an die Brüste gefasst, als sie gemeinsam aus einem Bus stiegen. Der 14-jährige Bruder der Jugendlichen (aus Bosnien), dessen 17-jähriger Begleiter (aus Montenegro), ein 25 Jahre alter Bekannter und drei bis fünf weitere Personen waren Zeugen der Tat. Der 19-Jährige flüchtete und wurde von den Zeugen verfolgt. In der Rackerstraße holten die Verfolger den 19-Jährigen ein und schlugen und traten auf ihn ein, so dass der 19-Jährige zu Boden ging und kurzzeitig das Bewusstsein verlor. Der Heranwachsende wurde mit einem Rettungswagen ins Städtische Klinikum Lüneburg verbracht. Die medizinische Untersuchung ergab, dass der 19-Jährige lediglich leicht verletzt wurde. Alarmierte Polizeibeamte konnten die beiden 15 und 17 Jahre alten Täter der Körperverletzung im Nahbereich des Tatorts stellen. Die Ermittlungen zu den weiteren Tätern dauern an. Ermittlungsverfahren wegen sexueller Nötigung gegen den 19-Jährigen sowie gefährlicher Körperverletzung gegen die weiteren Täter wurden eingeleitet. Mehr hier: www.presseportal.de/blaulicht/pm/59488/3326948

Mehr Kinderehen in Flüchtlingslagern

Die SOS-Kinderdörfer alarmieren die Öffentlichkeit mit dieser Nachricht: Immer mehr Kinder werden in Flüchtlingsunterkünften zwangsverheiratet. Vor allem bei minderjährigen Mädchen aus Syrien stieg die Anzahl der Kinderehen stark an, teilte die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit mit. Vor dem Krieg in Syrien seien bei 13 Prozent aller Hochzeiten einer oder beide Ehepartner jünger als 18 Jahre gewesen. Nun seien es über 51 Prozent. Vor allen in Flüchtlingscamps in Jordanien, im Libanon, im Irak und der Türkei habe sich die Zahl der Zwangsehen erhöht. Dabei handelten die Eltern oft im besten Glauben, sagt Alia Al-Dalli, die Leiterin der SOS-Kinderdörfer im Nahen Osten: „Eine Ehe soll ihren Töchtern in der unsicheren und instabilen Fluchtsituation helfen, sie finanziell, aber auch körperlich abzusichern und ihre Ehre zu bewahren. Häufig wird auch eine Mitgift an die Eltern gezahlt, um eine Heiratserlaubnis zu erhalten. Deshalb ist Armut leider ein häufiger Beweggrund für syrische Eltern, ihre Töchter zu verheiraten.“

Die Folgen einer Kinderehe sind allerdings verheerend: Die Mädchen brechen nicht nur häufig die Schule ab und werden sozial isoliert, sondern auch oft Opfer von häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch durch die in der Regel wesentlich älteren Ehemänner. Zudem sind frühe Schwangerschaften eine Gefahr für die jungen Frauen. Laut der Weltgesundheitsbehörde WHO ist die zweithäufigste Todesursache von Kinderbräuten die Geburt ihres Kindes. Gefolgt von Selbstmord. „Die Eltern und Kinder müssen aufgeklärt und unterstützt werden, damit sie keiner Kinderehe zustimmen. Außerdem müssen Gesetze Ehen von Minderjährigen verbieten“, sagt Al-Dalli. Mehr hier: www.presseportal.de/pm/1658/3326310

Weiter Tätersuche in Bonn

Auch eine Woche nach einer tödlichen Prügelei in Bonn suchen die Ermittler weiter nach den Tätern – bisher ohne konkreten Erfolg. Neue Hinweise gibt es nach Auskunft der Polizei vom Samstag nicht. Ein 17-Jähriger war in der Nacht auf Freitag im Krankenhaus gestorben, nachdem er vor einer Woche von einer Gruppe junger Männer im Stadtteil Bad Godesberg angegriffen und schwer verprügelt wurde.

Am Samstag demonstrierten zwei Gruppen in Bonn. Gegen die rechtsextreme Kundgebung „Stoppt die Gewalt“ ging das Bündnis „Bonn stellt sich quer“ auf die Straße. Die Polizei hatte 150 Teilnehmer bei den Rechten erwartet. Es kamen aber deutlich weniger. Nach Polizeiangaben zogen rund 50 Teilnehmer durch das ehemalige Diplomatenviertel. Die Rechtsextremen wollten die Gewalttat an dem 17-Jährigen für ihre Zwecke instrumentalisieren, kritisierte das Bündnis der Gegendemonstranten. Wie instrumentalisiert man den Umstand, dass ein junger Mann brutal erschlagen wurde?

Die rechtsgerichtete Kundgebung unterstellt, Ausländer seien für die Prügel-Attacke verantwortlich. Nach Zeugenaussagen sollen die Täter braune Haut gehabt haben und akzentfrei Deutsch gesprochen haben, hatte die Polizei erklärt. Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan appellierte an die Bonner, sich von der Demonstration der Rechtsextremen „nicht hinters Licht führen zu lassen“. Mehr hier: www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/bonner-buerger-gehen-wegen-pruegeltod-eines-teenagers-auf-die-strasse-14233763.html

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.