Anschlag eines psychisch gestörten Herkunftslosen?

Es ist Donnerstagmorgen und man hört eine verhältnismäßig zurückhaltende Meldung in den Nachrichten. Eine Frau wurde in der Londoner Innenstadt erstochen, andere Passanten von dem 19-jährigen Messerstecher verletzt. Woran denkt man dann unwillkürlich? An den afghanischen Jungen, der im Regionalzug in Würzburg im Namen Allahs und seines Propheten Ungläubige mit seiner Axt erschlagen und seinem Messer erstechen wollte? Oder an die palästinensischen Attentäter, die in Israel als Messerstecher auf Passanten losgehen? Natürlich wissen wir, dass uns ganz viele Verantwortliche aus Politik und Medien fürsorglich bemühen, uns nicht mit Informationen zu beunruhigen, die solche Assoziationen bestärken könnten. Noch besser wären natürlich Fakten, mit denen sich solche missliebigen Verdächtigungen ausschließen lassen. Etwa die, dass es sich beim Messerstecher um einen weißen, rothaarigen Engländer handeln würde. Aber offenbar handelt es sich bei dem Messerstecher nicht um den rothaarigen, weißen Engländer, denn eine entsprechende Information bleibt aus.

Dafür erfahren wir immerhin das Alter des Attentäters und dass der „psychische Zustand“ des Täters „eine große Bedeutung in dem Fall“ habe. Und wenn das Unaussprechliche angedeutet werden soll, dann heißt es lapidar, dass ein „terroristischer“ Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann. Es ist ja auch besser, das Wort „Islam“ völlig zu vermeiden, anstatt immer betonen zu müssen, dass das „nichts mit dem Islam zu tun“ habe. Was wäre denn eigentlich, wenn jetzt jemand aufträte und ebenso entschlossen sagte: „Das hat nichts mit psychischen Erkrankungen zu tun“. Die allermeisten psychisch Kranken gehen schließlich nicht mit Messern auf ihre Mitmenschen los. Die Gesellschaft muss sich jetzt deshalb mit den psychisch Kranken solidarisieren. Aber bevor wir jetzt auch noch den solidarischen Besuch von Heiko Maas in einer Klinik herbeiphantasieren, ist hier noch eine der Meldungen, die zwar viele Information enthält, aber vom Täter wissen wir nur das Alter und von einer eventuellen psychischen Erkrankung:

Als Reaktion auf eine Messerattacke mit einer Toten und fünf Verletzten in London hat Bürgermeister Sadiq Khan zu „Ruhe und Wachsamkeit“ aufgerufen. Ein 19-Jähriger war am Mittwochabend am Russell Square nahe des Britischen Museums mit einem Messer auf mehrere Menschen losgegangen, eine Frau wurde dabei getötet. Zwei weitere Frauen und drei Männer wurden verletzt. Der Täter konnte von der Polizei überwältigt und festgenommen werden.

Wie die Polizei mitteilte, gibt es Anzeichen dafür, dass der junge Mann psychisch krank ist. Ein terroristisches Motiv wollten die Behörden dennoch nicht ausschließen.„Ich rufe alle Londoner dazu auf, ruhig und wachsam zu bleiben. Bitte berichten Sie alles Verdächtige der Polizei“, sagte Londons Bürgermeister einer Pressemitteilung zufolge am Donnerstag.

Anrufer hatten der Polizei gegen 22.30 Uhr (Ortszeit) von einem Mann berichtet, der am Russell Square mit einem Messer auf Menschen einstach. Wenige Minuten später konnten bewaffnete Einsatzkräfte den 19-Jährigen Angreifer mithilfe eines Elektroschockers überwältigen. Der Mann wurde festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Eine Frau, die zwischen sechzig und siebzig Jahre alt gewesen sein soll, starb noch am Tatort. Zwei weitere Frauen und drei Männer erlitten „diverse Verletzungen“, wie die Polizei mitteilte. Über den Zustand der Verletzten war zunächst nichts bekannt.

Auch das Motiv des Angreifers blieb zunächst unklar. Erste Indizien deuteten aber darauf hin, dass der „psychische Zustand“ des Täters „eine große Bedeutung in dem Fall“ habe, teilte die Polizei mit. Dennoch werde in alle Richtungen ermittelt. „Natürlich sollten wir zu diesem Zeitpunkt unvoreingenommen sein, was das Motiv betrifft, und daher bleibt Terrorismus ein Ermittlungsstrang“, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen.

Die Sicherheitsmaßnahmen in London wurden vorsorglich erhöht. Erst am Mittwoch hatte Scotland Yard mitgeteilt, dass die Präsenz bewaffneter Polizeibeamter in der britischen Hauptstadt angesichts der aktuellen terroristischen Bedrohung verstärkt werden soll.

Der Russell Square liegt im Stadtteil Bloomsbury im Bezirk Camden. In der Nähe befinden sich die Hauptgebäude mehrerer Londoner Universitäten und das British Museum.

Die Meldung ist zitiert aus: http://www.svz.de/deutschland-welt/eine-tote-und-mehrere-verletzte-bei-messerangriff-id14451981.html

2 Kommentare

  1. Reiner Wehpunkt

    Auf der Suche nach weiteren Infos zu diesem mörderischen Anschlag in London habe ich eben (22:30 Uhr) faz.net, SpOn und WOn durchgeschaut und finde: NICHTS.

    Somit also weiß ich: dies war ein neuerlicher Anschlag eines Muslims gegen den verhassten Westen und der „psychische Zustand“ ist einfach nur die neue Variante, um dem verdummten deutschen Medien-Konsumenten nach „Einzeltäter“ und „hat nichts mit dem Islam zu tun“ weiter Sand in die Augen streuen zu können.

    Erschreckenderweise bin ich dann bei dieser Suche auf einen neuerlichen Mordanschlag von Rechtspopulisten gegen schutzbedürftige Flüchtlinge gestoßen, Überschrift:
    „Dachdecker zielen mit Nagelschussgeräten auf Flüchtlinge“.

    Offenbar ist der Kampf gegen Räääächts in Deutschland gescheitert und diese Nazi-Bestien dürfen ungehindert die armen, hilflosen Flüchtlinge attackieren:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article157502661/Dachdecker-zielen-mit-Nagelschussgeraeten-auf-Fluechtlinge.html

    OK, ok – weiter unten im Artikel stellt sich das Ganze ein wenig anders dar:
    „Als einer der Männer im Auto, das nicht weiterfahren konnte, ausstieg und auf die beiden Protestierenden zuging, seien diese zum Parkplatz gelaufen und mit Kanthölzern bewaffnet und mit etwa 25 Unterstützern zurückgekehrt, teilte die Polizei mit. Die drei Fahrzeuginsassen, allesamt Handwerker, sollen den Ermittlungen zufolge dann den Kofferraum geöffnet und sich mit Eisenstangen und Nagelschussgeräten ausgestattet haben.“

    Aber wer liest denn überhaupt so weit? Und trotz alledem: sind wir wirklich schon so weit, daß sich 3 Bio-Deutsche von 27 Neu-Deutschen nicht wehrlos zusammenschlagen lassen wollen?

    Wo bleibt denn da die DEmut?

    P.S. Wie mir gerade aus gewöhnlich schlecht unterrichteten Kreisen zugetragen wird, will die Bundesregierung morgen das sofortige Verbot von Eisenstangen und Nagelschussgeräten für Bio-Deutsche bekanntgeben.

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  2. Emmanuel Precht

    Der „psychische Zustand“ des Täters.

    Na das sit doch eine wunderbare Idee ihn in die Psychatrie zu bringen. Dort hat er keinen Kontakt zu weiteren Dschihadisten, nicht weil dort keine sind, sondern weil die alle ins Minimalbewusstsein gespritzt wurden und kommt nie wieder raus.

    Die rufen nicht mehr „allahu akbar“ sondern flüstern benommen „BINGO“ oder ähnliches.

    Wohlan…

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