Nazicodes und Neusprech

Heute leider etwas später und etwas kürzer:

DER DURCHBLICK DURCH DIE TAGESMELDUNGEN:

 

„Gefährliche Übernahme: Rechte Sprache in den Medien“

Weder neu, noch innovativ war ein Beitrag vom Zapp-Magazin und Ndr.de. Es geht wieder einmal um solche rechtsextremen Unwörter mit teilweise nationalsozialistischem Ursprung, wie „Altparteien“, „Flüchtlingswelle“, „Flüchtlingskrise“, „Obergrenze“ oder „Gutmensch“.

Besonderen Unterhaltungswert hatte die Enttarnung des Begriffs „Mainstream-Medien“ als Beinhaltet die Idee, dass Medienorgane ähnlich in Themenauswahl, -gewichtung und -bewertung sind. Zudem gehen die Verwender des Begriffs meist davon aus, dass Medien per se eine Botschaft vermitteln wollen. In der Zeit des Nationalsozialismus verunglimpfte man Medien als sogenannte Systempresse – die Idee hinter dem Begriff der sogenannten Mainstream-Medien ist eine ähnliche.

NDR.de-Beitrag | Zapp-Beitrag (Video)

 

Nazi-Codes im Supermarkt

Bei einem Edeka-Werbespot hat die Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg Nazi-Codes entdeckt. So seien die Verwendeten fiktiven Autokennzeichen „MU SS 420“ und „SO LL 3849“ sehr auffällig. Speziell „MU SS 420“ sei wegen seinem SS und der 420 als internationalem Code für Hitlers Geburtstag am 20. April sehr bedenklich.

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Toiletten für Menschen mit weiblichem Geschlechtsteil

Das „Studierendenparlament“ in Bielefeld, das mit einer Wahlbeteiligung von 9,5% gebildet wurde, geht nun ihr erstes Projekt an: Die Universität mit Unisex-Toiletten auszustatten. Sprich Toiletten für Menschen, die sich ihrer sexuellen Identität nicht sicher sind. Besonderheit soll, nach Vorstellung des Vorsitzenden Sami Maztou Toiletten mit Urinella sein, die „Menschen mit weiblichem Geschlechtsteil“ ihr Geschäft im Stehen ermöglichen.

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Frankreich verbietet Werbung über glückliche Down-Syndrom-Jugendliche

Die Organisation „CoorDown“, eine Hilfs- und Interessenorganisation für Menschen mit Down-Syndrom darf ihren Werbeclip „Dear Future Mom“ nicht weiter im französischen Fernsehen ausstrahlen. Der Clip soll werdenden Eltern mit  zu erwartenden Trisomie 21-Kindern die Angst nehmen, indem er zeigt, was Kinder mit dieser Behinderung trotzdem alles sein, lernen und werden können.  Das oberste Verwaltungsgericht hat in zweiter Instanz nun bestätigt, dass dieser Film nicht mehr gezeigt werden darf, mit der Begründung, er könne auf Frauen, die abgetrieben haben, „verstörend wirken“.

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Kein Beamtenrabatt im Puff

Ein Düsseldorfer Luxusbordell hat versucht, für Kundenaquise einen Beamtenrabatt einzuführen. Allerdings sei die Annahme eines solchen Rabattes laut des Deutschen Beamtenbundes (DBB) Aufgrund des Verdachtes auf Vorteilsnahme eher problematisch und könne bestraft werden.

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80%iger Anstieg der Sexualübergriffe in Linzer Freibädern

Eine parlamentarische Anfrage ergab, dass sexuelle Übergriffe in Österreichs Freibädern im letzten Jahr bis zu 80% gestiegen sind. Insgesamt kam es zu 111 Polizeieinsätzen. Generell führen dort afghanische Asylbewerber mit 46% aller Sexualstraftaten die Liste an.

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