„Entwicklungshilfe macht immer abhängiger“

„Es ist ein mehr als 50 Jahre alter Irrtum zu glauben, wir könnten Entwicklungspolitik für Afrika machen. Ein Irrtum mit fatalen Folgen. Die Reichen und die Mächtigen wurden immer reicher. Mit dem Bevölkerungswachstum nahm die Armut zu. Die meisten Länder Afrikas wurden nicht selbstständiger, sondern abhängiger. Eine Spirale wie in einem Drogenring: Je mehr Stoff angeboten wird, desto lethargischer und süchtiger werden die Abhängigen. Nur dass das Angebot nicht von raffgierigen Kartellen kommt, sondern von wohlmeinenden Regierungen. Und verteilt wird es nicht von finsteren Dealern, sondern von oft sehr engagierten Helfern vor Ort. Mit einem Wort: eine Tragödie.“

So beginnt das„Kölner Memorandum“ für eine andere Entwicklungspolitik, das Wissenschaftler, Praktiker der Entwicklungszusammenarbeit, afrikaerfahrene Diplomaten und weitere Fachleute bei einer Tagung Ende November verfasst haben. Zu den Autoren gehören Prof. Dr. Hans F. Illy, Prof. Dr. Peter Molt, Prof. Dr. Franz Nuscheler, Prof. Dr. Rainer Tetzlaff, Dr. Karl Addicks, Klaus Thüsing, Volker Seitz und Kurt Gerhardt. Weiter heißt es:

Die Wahrheit ist: Entwicklung in Afrika kann und darf nur von Afrikanern gemacht werden. Die afrikanischen Länder müssen wissen, was sie wollen, und planen, was sie können. Wenn sie dabei Unterstützung anderer Länder brauchen, müssen sie das sagen und begründen. Und wenn die Gründe gut sind, werden sie Hilfe bekommen. Wir werden sie nicht länger wie selbstverständlich als „Nehmerländer“ ansehen und uns nicht länger als „Geberländer“.

Den gesamten Text finden Sie hier: http://www.achgut.com/artikel/bloss_keinen_marshallplan_fuer_afrika

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