Hass-Kinder und diverse Kämpfe

GELESEN: Gerade erst haben wir die Meldung verdaut, dass ein Zwölfjähriger in Ludwigshafen Sprengstoffanschläge im Namen des Propheten verüben wollte und nun lesen wir von islamistischen Kinderattentätern in Belgien. Dort sind jetzt nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund zehn terrorverdächtige Minderjährige in geschlossenen Heimen untergebracht worden. Die Jugendlichen seien vermutlich, wie der Zwölfjährige aus Ludwigshafen im Internet rekrutiert worden, um Anschläge zu verüben, sagte ein Sprecher der Zeitung „Het Laatste Nieuws“. Sie erhielten demnach beispielsweise Informationen darüber, wie man jemanden tötet oder eine Bombe baut. Konkrete Pläne für Anschläge wurden nach Angaben der Ermittler allerdings nicht entdeckt.

Wird der Möchtegern-Attentäter aus Ludwigshafen eigentlich auch in einem Heim untergebracht oder darf er zurück zu den Eltern, die ja die Radikalisierung des Jungen irgendwie begleitet haben müssen?

Quelle: http://www.oe24.at/welt/Verdaechtige-Kinder-Jihadisten-in-Heimen-untergebracht/262533341

Wie die Antworten auf diese Fragen aussehen, lässt sich beim Lesen dieser Nachricht des Hessischen Rundfunks erahnen:

Schulkinder, die als Berufswunsch Dschihadist angeben: Frankfurts oberster Staatsschützer fordert, notfalls müsse man salafistischen Eltern die Kinder wegnehmen. Der Kinderschutzbund warnt vor einem Religions-Rabatt bei solchen Entscheidungen.

Mit ihren beiden Kindern im Schlepptau und einer Rohrbombe im Gepäck wird eine Mutter 2014 bei der Ausreise in den Dschihad geschnappt. Nun wartet sie auf ihren Prozess vor dem Landgericht Frankfurt. Seit die Frau aus der Untersuchungshaft entlassen ist, leben ihre Kinder wieder bei ihr.

Das ist einer von mehreren Fällen, in denen Wolfgang Trusheim eine neue Herausforderung für die Gesellschaft sieht. Der Leiter der Staatsschutz-Abteilung im Polizeipräsidium Frankfurt und seine Mitarbeiter beobachten bei ihrer Arbeit immer mehr Fälle sogenannter Hass-Kinder.

Diese Kinder werden nach Trusheims Darstellung von ihren Eltern von Kindesbeinen an zur Ablehnung aller „Ungläubigen“ und zu Hass auf die Gesellschaft erzogen. Spätestens in der Schule sei mit diesen Kindern fast nicht mehr umzugehen. Sie malten Kämpfer der Terrormiliz IS in Kampfmontur und fantasierten von ihrem zukünftigen Leben als Dschihadisten. „Sie bekommen zu Hause eingetrichtert, dass sie andere Kinder nicht akzeptieren sollen, weil sie Ungläubige seien“, sagte Trusheim zu hr-iNFO.

Noch handelt es sich laut Trusheim um Einzelfälle. Aber der Staatsschützer warnt vor einem zunehmenden Problem. Weil salafistische Paare gemäß ihrer Ideologie viele Kinder wollten, werde die Zahl der Hass-Kinder in Zukunft steigen. Der Polizist sieht die Jugendämter und Familiengerichte in der Pflicht, gegen solche Eltern vorzugehen.

Mehr hier: http://hessenschau.de/gesellschaft/staatsschutz-warnt-vor-islamistischen-hass-kindern,hasskinder-100.html

Bleibt diese Nachricht politisch auch wieder folgenlos? Der Geheimdienst eines NATO-Partners soll ein Killerkommando nach Deutschland geschickt haben, um hierzulande regimekritische Exilanten zum Schweigen zu bringen? Wir lesen:

Wegen mutmaßlicher Spionage für den türkischen Geheimdienst hat die deutsche Bundesanwaltschaft einen 31-jährigen Türken in Hamburg festnehmen lassen. Der Mann soll sich Informationen über Aufenthaltsorte, Kontaktpersonen und politische Tätigkeiten von in Deutschland lebenden Kurden sowie über kurdische Einrichtungen hierzulande verschafft haben, wie die oberste Strafverfolgungsbehörde am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Die Informationen seien zur Weitergabe an den türkischen Geheimdienst bestimmt gewesen.

Die „Bild“-Zeitung will nun aber wissen, dass der Verdächtige auch Anschläge auf Kurden in Deutschland geplant haben soll. Um dies zu erledige, soll Ende November ein Killerkommando aus der Türkei eingereist sein. Nach einem Tipp von seiner Frau flog alles auf und der Verdächtige tauchte zunächst unter. Sie wurde in ein Zeugenschutzprogramm genommen. Der 31-Jährige wurde dann am Donnerstag von Beamten des Bundeskriminalamts in Hamburg festgenommen. Zudem wurden seine Wohnräume durchsucht. Der Mann sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft.

Mehr hier: http://www.oe24.at/welt/Anschlagsplaene-in-Deutschland-Tuerkischer-Spion-in-U-Haft/262545994

Vor Gericht stand auch ein Asylbewerber, den viele Menschen, „die schon länger hier leben“, sicher gern abgeschoben sähen, auch wenn sein Herkunftsland nicht gerade sicher ist:

Der somalische Angeklagte Nur S. (36) war Pirat im Golf von Somalia, saß wegen Schiffsentführung und Geiselnahme jahrelang in französischen Gefängnissen, tötete in Teltow einen Landsmann mit 19 Messerstichen und wurde deshalb zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis verletzte er einen JVA-Beamten mit einem Flaschenwurf im Gesicht. Dafür erhielt er am Dienstag in Brandenburg/Havel eine zweieinhalbjährige Haftstrafe. […] In seiner Muttersprache beleidigt Nur S. fast alle Prozessbeteiligten: Richterin, Staatsanwältin, Zeugen, Dolmetscher und seinen eigenen Verteidiger. Die Beleidigungen sind wohl so heftig, dass der Dolmetscher, ein junger Architekturstudent aus Berlin, die Worte nicht übersetzen mag. Später in einer Prozesspause verhindert der Dolmetscher, dass der Angeklagte seinem Anwalt an die Gurgel geht. […] In seiner somalischen Heimat will Nur S. eine Militärausbildung gemacht und für die Regierung gearbeitet haben. Er lässt sich für ein Piratenschiff anheuern, wo die französische Marine ihn 2008 wegen Piraterie verhaftet. Nach dreieinhalb Jahren U-Haft verurteilt ihn ein französisches Schwurgericht zu sieben Jahre Haft, zehn Monate kommen später hinzu, weil er eine Wachtmeisterin im Gefängnis sexuell nötigt. Als Nur S. 2014 aus der Haft entlassen wird, setzt er sich nach Deutschland ab, gelangt über Umwege nach Brandenburg. Im Übergangsheim in Teltow ersticht er einen 21 Jahre alten Landsmann. 19 Stichwunden weist der tote Körper auf.

Das Landgericht Potsdam verhängt im Dezember 2015 elfeinhalb Jahre Haft wegen Totschlags. Drei Monate später überfällt er beim abendlichen Gefangenenzählen zwei JVA-Beamte und verletzt einen 58 Jahre alten Gefängnismitarbeiter so schwer, dass er bis heute an den psychischen Folgen leidet und ständig krank ist. Eine mit Wasser gefüllte Ketchupflasche schleudert er so wuchtig gegen den Mann, dass der eine tiefe Risswunde und eine Augapfelprellung davonträgt.

Mehr hier: http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Totschlaeger-nach-Flaschenwurf-verurteilt

Einen Massenfaustkampf meldet die Polizei aus Groß Lafferde:

Etwa 15 bis 20 Personen sollen daran beteiligt gewesen sein, sieben davon wurden verletzt. Die alarmierte Polizei hatte zwölf Fahrzeuge im Einsatz, auch sechs Rettungswagen und ein Notarzt waren vor Ort. „Die Ursache der Schlägerei ist noch nicht abschließend geklärt“, erklärte Polizeisprecher Peter Rathai. Soweit bekannt, feierte ein Teil der Bewohner mit vier Gästen am Abend in der Unterkunft, wobei es zu Ruhestörungen kam. Der Hausmeister verwies daraufhin die Gäste des Hauses, damit die anderen Bewohner zur Ruhe kommen. Mit den Auswärtigen verließen auch zwei Bewohner die Unterkunft. Alle zusammen kamen jedoch in den frühen Morgenstunden wieder zurück und gerieten erneut mit dem Hausmeister in Streit. Andere Bewohner nahmen an, dass der Hausmeister in Bedrängnis sei. Sie kamen hinzu, um ihm beizustehen. Hier kam es nun aus noch nicht geklärten Umständen zunächst zu einer Rangelei, die sich dann zu einer Schlägerei entwickelte. Nach und nach kamen immer mehr Bewohner hinzu, so dass letztlich etwa 15 bis 20 Personen an der Auseinandersetzung beteiligt waren. „Dabei wurden von den an der Schlägerei Beteiligten Eisenstangen, Besenstiele und alles sonst Greifbare eingesetzt“, sagte Rathai. […] Von den sieben Verletzten wurden vier per Rettungswagen ins Klinikum eingeliefert. Die Schwere der Verletzungen war noch nicht bekannt. Die Polizei hat bereits mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Mehr hier: http://t.paz-online.de/Peiner-Land/Ilsede/Massenschlaegerei-im-Asylbewerberheim

Ein afghanisch-somalischer Messerkampf in einer Asylbewerberunterkunft in Maisach wurde für ein ebenfalls anwesendes Baby etwas gefährlich:

In der Gemeinschaftsküche einer Flüchtlingsunterkunft sind am Donnerstagabend ein Somalier (22) und ein Afghane (34) aneinandergeraten – wegen der Sauberkeit dort. Auch ihre Frauen mischten sich ein, es kam zu einer Schubserei. Dabei fuchtelte der Somalier mit einem Messer herum und verletzte die Ehefrau (30) des Afghanen an einem Daumen. Die Frauen schafften es, die Streithähne zu trennen – alle gingen in ihr Zimmer. Aber dann wollte der Afghane noch einmal zu den Somaliern. Da die ihre Tür nicht aufmachten, schlug der 34-Jährige mit der Hand dagegen – die Tür kippte in den Raum und fiel auf ein elf Monate altes Baby, das dahinter gesessen hatte. Polizisten machten der Mutter klar, dass das Kind untersucht werden muss. Die Gesichtsverletzungen wurden ambulant in einer Klinik behandelt.

Mehr hier: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/maisach-ort52558/baby-wird-bei-streit-in-asylheim-verletzt-7128593.html

 

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