Palästinensische Demographie

In einem UNO-Bericht wird dringend dazu geraten,  etwas gegen das starke Bevölkerungswachstum in den palästinensischen Autonomiegebieten zu tun. Dort wird sehr jung geheiratet und anschließend sind fünf bis sechs Kinder pro Paar keine Seltenheit.

Dem Bericht zufolge wird sich die Bevölkerung in den Autonomiegebieten bis zum Jahr 2050 auf 9,5 Millionen verdoppeln. Bis zum Jahr 2030 wären eine Million neue  Jobs nötig, um die Arbeitslosenquote wenigstens auf dem jetzigen Stand zu halten und die beträgt im Gazastreifen stolze 43 Prozent, im Westjordanland sind es immerhin 18. Eine Million neuer Jobs sind allerdings völlig illusorisch, stattdessen weiter steigende Arbeitslosigkeit und noch stärkerer Zulauf zu militanten islamistischen Gruppen. Der Chef des UNO-Bevölkerungsfonds, Anders Thomsen, sagte, die neue Studie müsse ein «Weckruf» für Israel und die internationale Gemeinschaft sein.

Eine stetig steigende Mannstärke islamistischer Kampfgruppen und noch mehr radikalisierte junge Männer, die nach Europa drängen, das sind  in der Tat Aussichten, bei denen man schnell über Handlungsmöglichkeiten nachdenken sollte. Denn das, was die UNO-Studie empfiehlt, klingt noch etwas schwach: Stärkere Werbung für Verhütungsmittel und die Aufforderung an junge Paare, sich zwischen einzelnen Schwangerschaften mehr Zeit zu lassen.

Quelle: http://www.nzz.ch/international/verdopplung-bis-2050-starkes-bevoelkerungswachstum-unter-palaestinensern-ld.136012

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