Islamistischer Kämpfer verhaftet

„Die Festnahme steht nicht im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin am Abend des 19. Dezember 2016“, stellte die Generalbundesanwaltschaft klar, als sie die Verhaftung des 23-jährigen Syrers Abdoulfatah A. mitteilte. Es gibt halt noch mehr islamistische Gewalttäter in Deutschland, als man gemeinhin wahrnimmt. Und zum Glück verschwinden nicht alle aus dem Focus der Sicherheitsbehörden.

Abdoulfatah A. „ist dringend verdächtig, sich im Jahr 2013 in Syrien als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung ‚Jabhat al-Nusra‘ beteiligt zu haben (§ 129b Abs. 1 i.V.m. § 129a Abs. 1 StGB). Darüber hinaus wird ihm im Haftbefehl vorgeworfen, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen (§ 22a Abs. 1 Nr. 2 KrWaffenKontrG) sowie im Jahr 2015 die ausländische terroristische Vereinigung ‚Islamischer Staat‘ (IS) unterstützt (§ 129b Abs. 1 i.V.m. § 129a Abs. 1 und 5 StGB) zu haben.“

Die Ermittlungen hatten ergeben, dass sich Abdoulfatah A. in der Region Rakka/Syrien im Frühjahr 2013 erst der „Jabhat al-Nusra“ (JaN) angeschlossen hatte. Er gehörte zur Kampfgruppe von Abd Arahman A. K., der ebenfalls später in Deutschland landete und gegen den der Generalbundesanwalt in einem extra Verfahren ermittelt.

In der Folge nahm Abdoulfatah A. an verschiedenen Kampfhandlungen teil. Nach einem von diesen Kampfeinsätzen erhielt er zur Belohnung über 100 Handgranaten und mehrere Panzerfäuste. Spätestens im Juli 2015 löste sich seine Kampfgruppe auf. Danach transportierte er für ein Mitglied des Geheimdienstes des „Islamischen Staates“ eine Pistole mit Schalldämpfer und Munition, einen Sprengstoffgürtel sowie diverse Medikamente nach Aleppo/Syrien.

Dann muss er irgendwann dem Ruf der deutschen „Willkommenskultur“ gefolgt sein und befindet sich jetzt in Untersuchungshaft.

Quelle: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14981/3516505

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