Die Langeweile junger Männer

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), will Lehren daraus ziehen, dass sieben junge arabische Asylantragsteller zu Weihnachten auf einem U-Bahnhof einen Berliner Obdachlosen anzünden wollten. Es sei eine „grundsätzliche Erkenntnis, dass überall – auch bei uns – junge Männer die anfälligste Gruppe für Straftaten sind“, daher sei es wichtig, dass sie schnell spezielle Förderungen erhalten „und mit Bildungsmaßnahmen beschäftigt sind, statt rumzuhängen“[1]. Die „Menschen, die zu uns gekommen sind“, die zur positiven Stimmungsmache allesamt zu „Flüchtlingen“, „Schutzsuchenden“ und Bereicherern erklärt wurden, sind für die Integrationsbeauftragte inzwischen also mehrheitlich Problemfälle, die beschäftigt werden müssen, damit sie nicht aus Langeweile Menschen anzünden?

Genossin Özoguz würde jetzt sicher sagen, dass sie das so keineswegs gemeint habe. Sie hat ja schließlich von „jungen Männern“ „auch bei uns“ gesprochen, was heißt: Junge Männer sind das Problem, keinesfalls bestimmte Zuwanderergruppen. Die Integrationsbeaufragte möchte offenbar verhindern, dass die Bevölkerung stärkeres Differenzieren einfordert und sich nicht mehr jeden Asylantragsteller und Glücksritter als „Flüchtling“ verkaufen lässt. Die Mehrheit der Deutschen ist für mehr Kontrolle der Zuwanderung und möchte ihr Land nicht als willkommenes Ziel für Straftäter auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern sehen. Ihr Willkommen möchten sie gern auf tatsächlich Schutzsuchende und Fachkräfte aus aller Welt beschränken.

Aydan Özoguz hingegen sagt, dass Straftaten, wie das Zündeln an lebenden Menschen, nicht dadurch verhindert werden, indem man keinem „Flüchtling“ mehr hilft, in Deutschland Fuß zu fassen. Aber der Versuch, mittels Kontrolle Flüchtlinge von Glücksrittern und gefährlichen Individuen zu unterscheiden, der könnte helfen. Denn natürlich sind Fremde keine schlechteren Menschen, aber falsche Anreize locken verstärkt die Falschen aus der Fremde an. Insofern könnte differenzierte Prüfung bei der Zuwanderer-Aufnahme tatsächlich den einen oder anderen jener Zwischenfälle verhindern, die inzwischen, zusätzlich zur bisherigen einheimischen Kriminalität, die Polizeiberichte füllen. Ein paar aktuelle Beispiele? Hier sind sie:

Aus Frankfurt meldet die Polizei: „Eine Gruppe von mindestens sechs unbekannten Tätern soll gestern Nachmittag gegen 17.00 Uhr zwei 20 und 21 Jahre alte Männer an der Untermainbrücke beraubt haben. Nach Angaben der zwei jungen Männer soll die Gruppe am Untermainkai auf die beiden Opfer zugegangen sein. Hier forderten sie unter Vorhalt eines Messers Bargeld und die Handys ihrer Opfer. Als die beiden Männer dies verweigerten sei es zu einer Rangelei gekommen, bei dem die Angreifer auch mit einem Stock zugeschlagen hätten. […] Alle Personen sprachen Afghanisch.“[2]

Die Täter sollen in einer fremden Sprache miteinander gesprochen haben und ein südländisches Erscheinungsbild gehabt haben“, heißt es bei der Krefelder Polizei in einer Meldung in der es um den Überfall auf einen jungen Mann durch zwei Männer mit Messern geht: „Der 29-jährige Krefelder ging um 1:15 Uhr durch die Fußgängerzone an der Neusser Straße in Richtung Innenstadt, als er in Höhe einer Bäckerei am Hansazentrum von einem Angreifer hinten am Rucksack gepackt wurde. Als sich der Geschädigte gegen den Angriff wehrte, stach ein zweiter Täter, den der Krefelder bis dahin nicht bemerkt hatte, mit einem Messer auf ihn ein und verletzte ihn im Beckenbereich.“[3]

„Dunkelhäutig“ heißt es verschämt in der Täterbeschreibung zu dieser Meldung aus Stuttgart: „Der 25-Jährige hatte zusammen mit mehreren Bekannten gegen 05.30 Uhr eine Gaststätte an der Eberhardstraße verlassen. Vor dem Eingang gerieten sie aus bislang unbekannten Gründen mit einer ungefähr achtköpfigen Gruppe in Streit. Um dem Streit auszuweichen, gingen die fünf Richtung Dornstraße weg, wurden jedoch von der anderen Gruppe eingeholt. Der 25-Jährige wurde offenbar von mehreren Personen angegangen und mit Faustschlägen traktiert. Als er zu Boden ging, traten ihm mindestens zwei Personen gegen den Kopf. Ein ebenfalls 25-Jähriger, der seinem Bekannten zu Hilfe eilte, erlitt einen Schlag gegen die Kopfseite. Offenbar wurde bei der Auseinandersetzung auch mit einer Gaspistole geschossen. Die Gruppe der Angreifer flüchtete unerkannt.“

Das meldet die Polizei aus Nagold: „Ein 22-jähriger kosovarischer Asylbewerber steht in dringendem Tatverdacht, er habe in der Nacht zu Heiligabend versucht, eine ebenfalls 22-Jährige auf dem Nachhauseweg zu vergewaltigen. Die junge Frau war gegen 2.30 Uhr zu Fuß auf der Lange Straße unterwegs, und bemerkte, dass der Mann zunächst an ihr vorbeiging. Als sie den Weg nach links über die Brücke zur Rohrdorfer Steige einschlug, fiel ihr auf, dass der Unbekannte sie verfolgte. Da ihr die Situation nicht geheuer war, verständigte sie vorsichtshalber über Handy ihren Bruder. Plötzlich griff der Tatverdächtige die Frau an und bedrängte sie. Obwohl sie sich zur Wehr setzte, ließ der Mann nicht von ihr ab, schlug ihr ins Gesicht und griff sie weiterhin massiv an. Schließlich fiel das Opfer auf den Boden, wobei sich der Tatverdächtige auf sie setzte und versuchte ihr die Hose herunterzureißen. Als der Angreifer bereits seine Hose geöffnet hatte, eilten der 25-jährige Bruder der jungen Frau und dessen Freunde zu Hilfe. Es kam zur Rangelei zwischen den Männern in deren Folge der Tatverdächtige den Bruder in den Unterarm biss und dessen Freund ins Gesicht trat.“[4]

Und das passiert nach Frau Özoguz alles nur, weil junge Männer sich langweilten.

[1] Alle Zitate von Aydan Özoguz zit. nach http://www.n-tv.de/politik/Oezoguz-Junge-Fluechtlinge-mehr-foerdern-article19431181.html

[2] http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4970/3523119

[3] http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50667/3521914

[4] http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110972/3522463

2 Kommentare

  1. Blinse

    Ich las die Schlagzeile im TV im Nachrichtensender: 1.Laufband: „Nach Angriff auf Obdachlosen:“ Ich denke, jetzt kommt’s, jetzt wird ausgewiesen, schneller abgeurteilt, eingebuchtet o.ä.. Nein, weit gefehlt: 2. Laufband gibt die Auflösung: „SPD will Asylbewerber stärker fördern.“

    Diese textliche Abfolge als Nachrichtenzeilen muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Es geht nicht mehr dämlicher! Dieses Land macht entscheidende Fehler! Ich schrieb es auch hier auf dem Sichtplatz nach den großen Anschlägen in Frankreich: „2 GROßE Anschläge wird DE erdulden müssen, bis sich ‚was ändert.“ Ich ging damals nämlich davon aus, daß wir schlauer sind als die Franzosen, bin mir da heute allerdings nicht mehr so sicher.

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  2. Keno tom Brok

    Die Äußerungen von Frau Ö. passen zu ihren Forderungen im „Integrationsimpulspapier“ nach Anteil am „Haben und Sagen“ – natürlich nur für „Flüchtlinge“ und andere „Edle Wilde“. Und wenn der „Anteil am Haben“ eben nicht freiwillig rausgerückt wird, dann holt sich der „Edle Wilde“ seinen Teil eben mit Gewalt. Sind wir Deutsche eben mal wieder Schuld daran, dass sich die „Edlen Wilden“ so verhalten MÜSSEN.

    Das „Impulspapier“ findet man auf der Website eines islamischen Vereins, der gemeinsam mit Frau Ö. intensiv an diesem Papier mitgearbeitet hat: Ditib. Noch Fragen?

    Quelle:
    http://www.ditib.de/media/Image/hutbe/Impulspapier.pdf

    Wie geht’s eigentlich den Brüdern von Frau Ö.? Werden die noch vom Verfassungsschutz beobachtet?
    siehe hier:
    https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCrhan_%C3%96zoguz

    Da scheinen ja die Geschwister Ö. eine ganz konkrete Vorstellung vom Anteil am „Haben und Sagen“ in Deutschalnd zu haben.

    Keno tom Brok

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