60 Prozent anonyme Zuwanderer

„Menschen, die schon länger hier leben“ bekommen von den staatlichen Leistungen, die ihnen zustehen, keinen einzigen Euro, ohne Vorlage von Ausweisen und amtlichen Dokumenten aus der gesamten Lebenszeit. Die Einheimischen sind verpflichtet, aktiv nachzuweisen, dass sie überhaupt ein Recht auf die jeweilige staatliche oder soziale Leistung haben. Bei „Menschen, die zu uns kommen“ sieht das ganz anders aus. Sozialleistungsberechtigter Asylbewerber kann man schon durch einfaches Erscheinen im Lande werden. Personaldokumente werden nicht benötigt. Sie werden oft gar nicht mehr ernsthaft verlangt. Für alle, die sich gern eine neue Identität erfinden möchten – egal aus welchen Motiven – ist das natürlich ein Angebot, das sie kaum ablehnen können. Auf Kriminelle und Glücksritter wirkt das beinahe wie eine Extra-Einladung. Insofern ist die folgende Meldung keine Überraschung:

„Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hält bis heute nicht fest, wie viele Asylbewerber ohne Ausweisdokumente nach Deutschland kommen. ‚Wie viele Asylsuchende keine Dokumente vorlegen können, wird vom Bundesamt statistisch nicht erfasst‘, teilte eine Sprecherin mit. Die Behörde hatte 2016 geschätzt, dass etwa 40 Prozent der Menschen, die Asyl beantragen, ein Identifikationsdokument präsentieren. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass laut der Schätzung rund 60 Prozent der Asylsuchenden ohne Papiere ins Land kommen.“

Zu einem Zeitpunkt, da die verantwortlichen Politiker behaupten, sie hätten die „Flüchtlingskrise“ jetzt im Griff, sind mehr als die Hälfte der Asylbegehrenden also nicht identifiziert? Und ihre Zahl wird nicht einmal erfasst? Beunruhigend in einer Zeit, da der Terror islamischer Fundamentalisten auch hierzulande Menschenleben fordert.

Andererseits verhindert diese Großzügigkeit vielleicht das „ethnische Profiling“ in bestimmten Kriminalitätsbereichen, wie es ein Berliner AfD-Politiker gefordert haben soll. Darauf haben sich viele Politiker und Medien eingeschossen. Was für ein Glück hatte der NRW-Innenminister da vor einem Jahr, als er folgendes sagte:

„Im Januar 2016 klagte der Innenminister Nordrhein-Westfalens, Ralf Jäger (SPD), es sei unfair, seinem Land rund 80 Prozent der marokkanischen und etwa 50 Prozent der algerischen Asylsuchenden zuzuweisen. Denn mit allein reisenden jungen Männern dieser Nationalitäten gebe es oft Probleme.“

Ob das in Zeiten der Nafri-Debatte noch zulässig ist oder braucht die SPD ein neues Parteiausschlussverfahren?

Alle Zitate aus: https://www.welt.de/politik/deutschland/article160902357/Wie-viele-Fluechtlinge-kommen-ohne-Papiere-Das-BAMF-weiss-es-nicht.html

2 Kommentare

  1. dentix07

    Die SPD braucht kein Parteiausschlußverfahren (sie kann sich ja nicht selbst von sich ausschließen), sie wird abgewickelt!

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  2. R. H.

    Dann wird sicher auch nicht statistisch erfaßt, wieviel Geld der multiplen oder überhaupt nicht existenten Persönlichkeit gezahlt wird? Nicht gezählt, aber immer schön gezahlt??
    Auf Leistung können diese Chimären aber klagen? Oder wie habe ich mir das vorzustellen?

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