Familienstreit und Unverträglichkeiten

„Wir stehen vor einem fundamentalen Wandel. Unsere Gesellschaft wird weiter vielfältiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein. Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.“ Das versprach die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özoguz (SPD) schon 2015. Manche Spielarten des täglich neu ausgehandelten Zusammenlebens werden allerdings nur widerstrebend zur Kenntnis genommen:

Libanesisch-syrischer Gruppenfaustkampf in Chemnitz

Das meldet TAG24: In einem Einkaufszentrum am Neumarkt haben sich am Mittwochnachmittag vier Männer eine heftige Prügelei geliefert. Gegen 16.30 Uhr lieferten sich zunächst ein 26-Jähriger und ein 28-Jähriger ein heftiges Wortgefecht mit zwei anderen Besuchern (19, 22), kurz darauf prügelten die beiden Älteren auf die jüngeren Männer ein. Diese wurden leicht verletzt und wehrten sich, bis Sicherheitskräfte die Auseinandersetzung beendeten. Bei den beiden älteren Männern handelt es sich um Libanesen, bei den jüngeren um Syrer.

Mehr hier: https://www.tag24.de/nachrichten/chemnitz-heftige-pruegelei-in-chemnitzer-einkaufszentrum-200372

Syrisch-jordanischer Familienstreit in Luckenwalde

Das meldet die örtliche Polizei: Am frühen Nachmittag wurde die Polizei in die Poststraße gerufen. Dort solle sich in einer Apotheke eine stark blutende Frau mit Schnittwunden befinden. Die Frau wurde vor Ort von Rettungskräften versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach derzeitigen Erkenntnissen folgte ein 47- jähriger Syrer mit Wohnsitz in Luckenwalde auf einem Fahrrad seiner ehemaligen Partnerin. Zwischen beiden sei es auf offener Straße zu einem heftigen Streit gekommen, wobei der Täter die 35- jährige Frau (Jordanierin) zu Boden brachte, auf sie einschlug und ihr mit einem Messer Schnittverletzungen im Gesicht zufügte. Als ein Zeuge dazwischen ging, entfernte sich der Täter vom Tatort. Der Zeuge brachte die Frau in die Apotheke, von wo aus die Polizei und die Rettungskräfte verständigt wurden. Der Tatverdächtige stellte sich wenig später selbstständig bei der Polizei und wurde vorläufig festgenommen. Bekannt ist bereits, dass ein Beschluss des Amtsgerichtes gegen den 47- Jährigen vorliegt, mit einem Wohnungsverbot und Annäherungsverbot an die geschädigte Frau.

Mehr hier: https://polizei.brandenburg.de/pressemeldung/frau-mit-messer-verletzt/502781

Messerkampf Balkan-Westafrika in Anzhausen

Das meldet die örtliche Presse: Mit fünf Streifenwagen rückte die Polizei am Donnerstagmittag (5. Januar) zu einem Einsatz in der ehemaligen Grundschule in Anzhausen, die als Asylantenunterkunft genutzt wird, an. Dort war es zwischen zwei Asylanten zu einem massiven Streit gekommen, wobei ein 25-Jähriger verletzt wurde. Nach Auskunft von Polizeipressesprecher Georg Baum hatte es zwischen einem 70-jährigen Asylanten aus dem Balkan und einem 25-jährigen Westafrikaner Streit gegeben. Der 70-Jährige hatte sich mit einem Beil und einem Messer bewaffnet. Bei der Auseinandersetzung wurde der 25-jährige Westafrikaner am Unterarm verletzt und musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der 70-Jährige wurde in Handfesseln zur Polizeiwache Siegen gebracht. Die Tatwerkzeuge wurden von der Polizei sichergestellt. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen gegen den 70-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung auf.

Mehr hier: https://www.siegerlandkurier.de/lokales/wilnsdorf/polizeieinsatz-anzhaeuser-asylantenunterkunft-streit-zwischen-bewohnern-eskalierte-7195784.html

Südländische Mädchen-Intoleranz in Chemnitz

Vielleicht haben die drei Mädchen einfach durch ihr zu freizügiges Auftreten die religiösen Gefühle einiger „Menschen, die zu uns gekommen sind“ verletzt oder unzüchtig gelacht. Vielleicht hatten sie ja den rücksichtslosen Anspruch, dass sich Zuwanderer an die deutschen Regeln zu halten haben. Damit sollten sich „Menschen, die schon länger hier leben“ künftig etwas zurückhalten. Das meldet TAG24:

Brutaler Zwischenfall in der Innenstadt. Mehrere offenbar ausländische Männer sollen ein junges Mädchen an der Zenti geschlagen und ihre zwei Freundinnen beleidigt haben. Die Polizei ermittelt. Der Vorfall soll sich bereits am Montag ereignet haben. Die drei Mädchen (14, 15) verließen am Abend das Schnellrestaurant McDonalds und wollten zum Hauptbahnhof laufen.

Sie kamen aber erst mal nicht weit. Mehrere junge Männer stellten sich dem Trio in den Weg und beleidigten sie mit heftigen Schimpfwörtern. Als eines der Mädchen sich verbal wehrte, habe sie ein Mann geschlagen und getreten. […] Nach Auskunft von Polizeisprecher Andrzej Rydzik (31) soll es sich bei den Männern um Südländer gehandelt haben.

Mehr hier: https://www.tag24.de/nachrichten/chemnitz-zwischenfall-mcdonalds-pruegelei-maedchen-200398

Südländische Fahrrad-Intoleranz in Bestwig

Das meldet die örtliche Polizei: Am Mittwoch gegen 19 Uhr wurde ein 17-jähriger Mann auf dem Radweg zwischen Nuttlar und Bestwig vom Fahrrad geschubst. Er wurde leichtverletzt. Der junge Mann fuhr auf dem Radweg in Richtung Bestwig. In Höhe des Supermarktes kam ihm eine fünf- oder sechsköpfige Gruppe junger Männer mit südländischen Aussehen entgegen. Aus der Gruppe heraus wurde der Radfahrer geschubst, so dass er zu Boden fiel. Die Gruppe lachte, machte Witze und ging weiter in Richtung Nuttlar. Die Gruppe wird folgendermaßen beschrieben: Etwa 18 bis 20 Jahre alt; circa 1,70 bis 1,85 Meter groß

Mehr hier: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65847/3528040

1 Kommentar

  1. sarah gebhardt

    Lieber Peter!
    Ich habe heute ein wunderbar „postfaktisches“ Bonbon von amnesty international gefunden, als Aufkleber an einem Straßenpfeiler: „Nimm Rassismus persönlich!“
    Schade dass Ich hier nicht das Photo zu diesem strahlendem Kometen intellektueller Überlegenheit schicken kann.

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