Anreize und Unsicherheit

EIN KLEINER MELDUNGSDURCHBLICK

Kuscheln mit den Taliban?

Berichte unter anderem seitens der afghanischen Regierung sowie US-Militärs zeichnen seit Kurzem ein unangenehmes Bild, das wie ein Rückfall in die Zeiten des Kalten Kriegs wirkt – allerdings mit neuen, durchwegs vertauschten Rollen: Eine angebliche Annäherung Russlands und des Irans an die radikalislamischen Talibanmilizen schürt Ängste vor einer weiteren Destabilisierung des Landes und seiner vor allem vom Westen unterstützten Regierung – und vor einer neu aufgewärmten Rivalität der Großmächte am Hindukusch. […] Moskau und Teheran bestreiten das nicht einmal: Ihre Kontakte zu den Taliban zielten darauf ab, die Sicherheit in der Region voranzubringen, hieß es zuletzt. Die USA beäugen das Verhältnis der beiden Länder zu den Extremisten allerdings misstrauisch: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5150783/Moegliche-Annaeherung-an-die-Taliban?_vl_backlink=/home/index.do

Der Verbündete als Feind

Bei der Suche nach den Verantwortlichen für die jüngsten Terroranschläge in der Türkei sind Regierungspolitiker und regierungsnahe Medien schnell fündig geworden: Sie haben die USA als Schuldigen ausgemacht. Washington erscheint vielen in Ankara nicht mehr als verlässlicher Partner, sondern als Gegenspieler. Der Antiamerikanismus nimmt zum Teil groteske Formen an und wird weiterverbreitet, sogar von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan selbst. Damit soll ein ausländischer Sündenbock für die Probleme des Landes präsentiert werden – die Kluft zwischen beiden Staaten und Nato-Alliierten wächst: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5150789/Tuerkischamerikanische-Entfremdung?_vl_backlink=/home/index.do

Überreden mit Geld?

Die Bundesregierung solle Druck auf Staaten ausüben, die abgelehnte Asylbewerber nicht zurücknehmen, fordert SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. Er spricht von Sanktionen, was vielleicht auch die Kürzung von Hilfszahlungen bedeuten könnte. Grünen-Chef Özdemir möchte die betroffenen Staaten durch Anreize zur Kooperation zu bewegen, also dafür belohnen, dass sie das eigentlich Normale tun, nämlich eigene Landeskinder wieder ins Land lassen: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/abschiebungen-oppermann-fordert-sanktionen-gegen-herkunftslaender-14610824.html

Milliarden-Überschuss in Berlin?

Das Land machte 2016 einen Überschuss von 1,25 Milliarden Euro und der Senat freut sich. In der Hauptstadt der zusammenbrechenden Infrastruktur und teuer scheiternder Großprojekte, zudem mit einem Schuldenberg von 60 Milliarden, sollte sich die Freude wohl etwas relativieren: http://www.tagesspiegel.de/berlin/hauptstadt-finanzen-berlin-erzielt-unerwartet-hohen-haushaltsueberschuss/19225026.html

Unsicher für Frauen?

Die „geschlechtergerechte Sprache“ wird immer stärker durchgesetzt und Gleichstellungsbeauftragte kümmern sich um so viele Lebensbereiche, doch glaubt man dieser Umfrage, so fühlen sich Frauen im Lande nicht mehr sicher. Vielleicht ist die politische Prioritätensetzung doch in eine gewisse Schieflage geraten:

Mehr als die Hälfte der Frauen glaubt, dass Deutschland für sie unsicherer geworden ist. 58 Prozent gaben in einer Emnid-Umfrage für „Bild am Sonntag“ an, dass öffentliche Orte heute für sie weniger sicher seien als früher. 48 Prozent der Frauen meiden bereits bestimmte Gebiete in ihrem Wohnort, 16 Prozent tragen Pfefferspray nach Einbruch der Dunkelheit bei sich, noch mehr überlegen, sich selbiges zuzulegen: http://www.focus.de/politik/deutschland/wie-sicher-fuehlen-sich-frauen-in-deutschland-entsetzt-schob-ich-die-haende-weg-dieses-bild-hat-sich-eingebrannt_id_6462730.html

Familienfehde mit Messern

Auch das gehört nun zu Deutschland: Verfeindete Familien, die ihre Konflikte etwas heftiger austragen, wie hier in einem Schnellrestaurant in Salzgitter.  Wie die Polizei berichtete sei es zuerst zu einem Wortgefecht in ausländischer Sprache gekommen. Daraufhin zog eine 40-jährige Frau ein Küchenmesser und stach auf einen Mann ein (41). Im weiteren Verlauf soll ein 20-jähriger Mann zusammen mit seinem Vater (48 Jahre alt) auf den 23 Jahre alten Sohn des Opfers unter Verwendung eines mitgeführten Teleskopschlagstockes eingeschlagen haben. Danach floh das Täter-Trio mit ihrem Auto. Durch die anschließende Fahndung der Polizei konnten sowohl das Fahrzeug als auch die Beschuldigten ausfindig gemacht werden. […] Das 41-jährige Opfer erlitt Stichverletzungen, wobei lebenswichtige Organe nur knapp verfehlt worden seien. […] Beide Familien sind der Polizei bereits seit Jahren als streitwillig bekannt. Warum es an diesem Abend zu einer Auseinandersetzung kam, konnte bisher nicht ermittelt werden, so ein Sprecher der Polizei Salzgitter: http://regionalsalzgitter.de/blutiger-familienstreit-bei-mcdonalds-frau-zieht-messer/

Marokkanisch-kurdischer Nachbarschaftskonflikt

In den Nachtstunden von Freitag auf Samstag kam es in der Unterkunft der Erstaufnahmeeinrichtung in Bad Fallingbostel zu einer wechselseitigen gefährlichen Körperverletzung zwischen einem aus Marokko stammenden Ehepaars und einer männlichen Person aus Kurdistan. In einem Wohnblock war es zu einem Streit gekommen, der dann eskalierte. Unter dem Einsatz von Papierkörben und einem Kehrblech fügten sich die Parteien gegenseitig leichte Verletzungen zu. Zudem wurde eine Glastrennwand in dem Gebäude beschädigt: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59460/3529627

Nordafrikanischer Gruppenfaustkampf mit Sicherheitsdienst?

Im Frankfurter Einkaufszentrum MyZeil randalierte eine Gruppe junger Männer und verprügelte anschließend mehrere Sicherheitsmänner – vor den Augen der schockierten Shopper. Ein Zeuge: „Sie hatten keinen Respekt, haben zugeschlagen. Weitere Jugendliche kamen dazu. Es waren zehn bis 15.“ Er und andere Zeugen wollen wissen, dass es sich bei den Tätern um Nordafrikaner handelte. Die Polizei rast mit Martinshorn hin, die Prügel-Gang haut ab. Zurückbleiben die verhauenen Sicherheitsleute. Eine Polizeisprecherin: „Einer ist verletzt.“: http://www.bild.de/regional/frankfurt/zeil/bande-verpruegelt-security-maenner-49651658.bild.html

Gruppenüberfall in Hamburg

Aus Hamburg wird dies berichtet: Abends wird eine Frau durch Hilferufe in den Lohmühlenpark gelockt, dort fallen mehrere Männer über sie her. Es ist gegen 21.45 Uhr, als die 28-Jährige Feierabend macht, zu ihrem Wagen geht. Nach BILD-Informationen ist sie Krankenschwester in der Asklepios-Klinik St. Georg, hatte ihr Fahrzeug auf dem dortigen Parkplatz abgestellt.  Als sie dann die Schreie aus der Grünanlage hört, eilt sie sofort in diese Richtung. Im Park wird sie von fünf Schwarzafrikanern (20 bis 30) angegriffen, zu Boden gedrückt. […]Dann verliert sie das Bewusstsein. Als sie völlig unterkühlt wieder zu sich kommt, wählt sie den Notruf 112. Feuerwehrleute finden sie, Teile ihrer Kleidung sind vom Körper gerissen: http://www.bild.de/regional/hamburg/raubueberfall/frau-von-mehreren-maenner-ueberfallen-49652688.bild.html

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