„Zickzack der Zukünfte“

Machen Sie diese Zeilen aus einer Rezension neugierig? „Als Technikhistoriker hat Joachim Radkau Aufstieg und Krise der Atomwirtschaft und die Geschichte der Öko-Bewegung erforscht. Sein neues Buch ist eine Chronik der Zukunft von gestern. Dafür hat er eine Zeitspanne ausgewählt, die auf den ersten Blick wenig Überraschendes verspricht: die jüngste deutsche Vergangenheit nach 1945. Aber im Widerstreit unterschiedlicher Zukunftsszenarien verteilten sich die Fronten oft anders als man von heute aus erwarten sollte.“ Dass die konkrete Zukunft überrascht, ist vielleicht nicht neu, aber es ist dennoch gut, konkret an die aus heutiger Sicht ungewöhnlichen Debatten-Fronten der Vergangenheit zu erinnern. So würdigt auch der Deutschlandradio-Rezensent Frank Kaspar:

„Wer hätte gedacht, dass der Philosoph Ernst Bloch in seinem Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ ein goldenes Zeitalter der Atomkraft heraufbeschwor? Bis in die sechziger Jahre hinein fand die Atomenergie Befürworter, die sich als progressiv und links verstanden. Skeptische Stimmen kamen zuerst von Ingenieuren der Stromkonzerne, den späteren Wortführern der Atomlobby.

Joachim Radkau nennt viele Beispiele für ein solches ‚Zickzack der Zukünfte‘.“

http://www.deutschlandradiokultur.de/joachimradkaugeschichtederzukunftalsernstblochnoch.950.de.html?dram:article_id=378353

Joachim Radkau, Geschichte der Zukunft. Prognosen, Visionen, Irrungen in Deutschland von 1945 bis heute, Hanser, München, 2017, 544 Seiten, 28 Euro

LESEPROBE

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.