Die letzten Riesen

Der Titel klingt verheißungsvoll und die Rezension von Thorsten Jantschek, die im Deutschlandradio zu hören ist reizt ebenso dazu, zu diesem Buch von Manfred Geier zu greifen. Zitat:

Manfred Geier vergleicht zwei Grundverschiedene, die im selben Jahr geboren sind: Martin Heidegger und Ludwig Wittgenstein. So gelingt dem Autor sowohl eine Einführung in das Denken der beiden, aber auch ein Blick auf die Philosophie am Anfang des 20. Jahrhunderts insgesamt.

Der mittelalterliche Philosoph Bernhard von Chartres soll gesagt haben, wir seien gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen. Gemeint haben dürfte er Platon und vor allem Aristoteles. Da war von den Riesen Descartes, Kant und Hegel noch nicht die Rede. Doch glaubt man Manfred Geier, ist die Zeit dieser geistesgeschichtlichen Riesen endgültig vorbei: „Wittgenstein und Heidegger“, schreibt er, „gehören zu den letzten Solitären der Philosophie, weil beide einen Typus verkörpern, der ein unverwechselbares Denken praktiziert, für das er mit seinem Eigennamen einsteht.“

Manfred Geier: Wittgenstein und Heidegger – Die letzten Philosophen

Rowohlt Verlag, Reinbek 2017, 444 Seiten, 26,95 Euro

Leseprobe

Hier finden Sie die zitierte Rezension

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