Werden übernormal Gesunde gewalttätig beim Arzt?

„In Notfallambulanzen und in den Praxen wird Gewalt gegen Ärzte zunehmend zum Problem“, sagt der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery der Bild-Zeitung. „Patienten wollen nicht akzeptieren, wenn sie nicht sofort behandelt werden oder nicht so behandelt werden, wie sie es für richtig halten.“

Warum das so ist, darüber redet der Ärztepräsident nicht. An bestimmten Zuwanderer-Gruppen kann das selbstverständlich nicht liegen. Das würde ja einen Generalverdacht und Vorbehalte gegen Asylbewerber stärken. Dass das Anwachsen der Gewalt in der Notaufnahme zeitlich mit dem Anwachsen der unkontrollierten Migrantenströme zusammenfällt, ist sicher nur Zufall. Auch, dass man bei einem Krankenhausbesuch mehr Patienten sieht, die kulturelle Anpassungsschwierigkeiten an hiesige Klinikgewohnheiten zu haben scheinen, kann nur zufällig sein. Denn schon im Dezember 2015 konnte Prof. Dr. med. Montgomery mit einer klaren Diagnose des Gesundheitszustands der ankommenden Asylbewerber aufwarten:

„In der Regel sind es junge, dynamische Männer. Die durchschnittlichen Gesundheitskosten eines Asylbewerbers liegen bei 2300 Euro, das sind 600 Euro weniger als bei einem Deutschen. Das sind übernormal gesunde Menschen. Die können wir in unserem Gesundheitssystem gut behandeln, wenn sie denn einen einfachen Zugang dazu bekommen.“

Demnach müssten diese Menschen ja auch seltener zum Arzt gehen und können ja mit dem rasanten Anstieg des aggressiven Verhaltens gegen Mediziner gar nichts zu tun haben, oder? Aber die Frage, wessen Gewalt-Opfer die Ärzte immer häufiger werden, interessiert den Ärztepräsidenten nicht. Statt sich Gedanken darüber zu machen, wer die Täter sind, möchte Montgomery für sie einfach höhere Strafen. Er fordert von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), auch Ärzte in das Gesetz zum Schutz von Polizisten und Rettungssanitätern gegen Gewalt aufzunehmen. „Gewalt gegen Ärzte muss stärker bestraft werden als heute.“

Nun wird ja keiner behaupten wollen, dass Gewalt gegen Menschen, die keine Polizisten, Rettungssanitäter, Ärzte oder Feuerwehrleute sind, akzeptabel wäre. Damit könnten eigentlich weitere Berufs- und Personengruppen fordern, in dieses Gesetz aufgenommen zu werden oder ein eigenes Gesetz zum besseren Schutz zu bekommen. Das ließe sich so weit treiben, bis alle potentiellen Opfergruppen geschützt sind. Dumm nur, dass dann möglicherweise gerade die Gruppen übrigbleiben würden, die unter Gewalttätern derzeit deutlich überrepräsentiert sind. Aber so weit wird es Heiko Maas schon nicht kommen lassen.

1 Kommentar

  1. Emmanuel Precht

    Schön, dass die (o.g.) Tätergruppen bereits beschützt werden.
    Somit ist ja ein Anfang gemacht.
    Wohlan…

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