„Nazi – AfD – Sau – stirb“

Ist das hate-speech? Ist das Hetze? Ist es das, was politische Verantwortungsträger meinen, wenn sie ein schärferes Vorgehen gegen Hass und Hetze fordern? Oder ist das nur ein kleiner Ausrutscher im ansonsten guten „Kampf gegen Rechts“? Frau Rau aus Wahlitz, im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt hatte diesen und andere Sprüche an ihr Haus geschmiert bekommen. Die Anti-AfD-Aktivisten hielten allerdings bestimmt nicht sie für die „„Nazi – AfD – Sau“ sondern ihren Sohn Phillipp, wenn man der Berichterstattung der Magdeburger Volksstimme folgt. Demnach sieht sich der Journalistik-Student Phillipp Rau schon seit Wochen einer „Hetzkampagne“ auf dem Campus der Univeristät Magdeburg ausgesetzt. Rau kandidiert bei den Hochschulwahlen und ist gleichzeitig stellvertretender Kreisvorsitzender der AfD im Jerichower Land. Die Volksstimme schreibt:

Vor einigen Wochen aber tauchten in der Hochschule plötzlich gelbe Plakate auf mit dem Aufdruck: „Phillipp Rau ist AfD-Mitglied. Exit AfD!“ Im Büro eines Professors hängt bis jetzt ein Schild, welches auf die AfD-Mitgliedschaft von Raue verweist mit dem Hinweis: „Wenn ihr den wählt?“

In der Nacht vom 15. auf den 16. Mai nun wurde das Haus seiner Mutter in Wahlitz (Jerichower Land) großflächig beschmiert mit den Worten „Nazi – AfD – Sau – stirb“. Rau war in dieser Nacht im Haus, bemerkte die Schmiererei aber erst am nächsten Tag. Der Student erstattete bei der Polizei Anzeige. „Die Situation ist in den vergangenen Wochen zunehmend eskaliert“, sagte Rau. „Ich fühle mich bedroht.“ Am Dienstag informierte er per E-Mail die Hochschulleitung.

Hochschulsprecher Norbert Doktor sagte der Volksstimme, der Hausmeister habe die gelben Plakate inzwischen „weitestgehend entfernt“. Für die Hochschulleitung gelte: „Alles, was diskriminierend und ehrverletzend ist, wird hier nicht toleriert.“

Na dann ist doch alles in Ordnung, oder? Darum müssen sich die Politiker, die gegen „Hass und Hetze“ kämpfen, nun nicht mehr kümmern. „Hass und Hetze“ sind ja eigentlich auch woanders zu Hause, wie wir von politischen Verantwortungsträgern regelmäßig bei Anti-AfD-Veranstaltungen erfahren, wie beispielsweise im April von den Protesten in Köln gegen den AfD-Parteitag berichtet wurde:

Grünen-Chef Cem Özdemir erklärte, die AfD schüre Hass und Hetze. Sie wolle spalten und das friedliche Zusammenleben in Deutschland, in dem Konflikte mit zivilisierten Umgangsformen und vor allem demokratisch gelöst würden, zerstören.

Vielleicht handelte es sich bei der Fassadenschmiererei von Wahlitz nur um einen missglückten Versuch, der „Nazi – AfD – Sau“ „zivilisierte Umgangsformen“ beizubringen. Deshalb wäre es ja auch falsch, sich öffentlich so sehr darüber aufzuregen, wie man es – zu Recht – täte, hätte ein Schmierer jemanden eine „Sozi-Sau“ oder „grüne Sau“ oder „linke Sau“ oder „Islamsau“ tituliert und zum Sterben aufgefordert.

2 Kommentare

  1. Emmanuel Precht

    Hier in Turksburg Mürxlüh (47169) hat die heroische ANTIFA (oder ein sinnfälliger Ableger) AFD Kanditaten mit Lichtbild und Adresse in einer Postwurfaktion „veröffentlicht“. Meine hochbetagte Mutter kommentierte: „Das habe ich zuletzt als Jugendliche erlebt, da ging es um die Juden und die Zettel kamen von der SA“

    Das hat was.

    Wohlan…

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  2. Keno tom Brok

    Hach, immer wieder diese kleinen, süßen Schmierfritzen von der SAntifa… Die meinen es doch nur gut und wollen ein bißchen spielen. Dazu gehören Farbbeutelanschläge, das Beschmieren von Fassaden, angezündete Autos, körperliche Gewalt gegen Andersdenkende … äh: Nichtrechthabende, natürlich. Und noch ein bißchen Randale und Pfefferspray und Böller, verprügelte Polizisten, üble verbale Beschimpfungen, Nötigungen, Todesdrohungen, Sachbeschädigungen in Millionenhöhe und andere Kleinigkeiten.
    Ist ja alles verständlich, denn : die lieben Kleinen wollen doch Demokratie lernen, und das lernt man besten durch – s. o.
    Man nennt das auch Selbstverwirklichung, man frage nur die Grünen / PDS, SPD, CDU – aber besonders Frau Schwesig. Die hat nämlich immer ein bißchen Extra-Taschengeld für solche „Lernwilligen“ übrig. Auch Tante Kahane bestärkt die lieben SAntifa-Strolche und tröstet sie mit ideologischer Rückendeckung und „notwendiger“ Zensur. Na, und eine gute Zensur möchten die lieben Kleinen doch alle haben… Sonst könnten sie ja nicht Gender Studies, „irgendwas mit Politik“ oder Soziologie studieren.

    Da haben wir aktuell eine Generation (plus folgende), die ein gaaaaanz tolles Eigenverständnis von „richtiger“ Demokratie kreativ & offensiv auslebt.
    Toll!

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