Dem Ameisenumsiedler gehört die Zukunft

Tagtäglich müssen in Deutschland Millionen Umsiedlungen vorgenommen werden und für diese fehlt das Fachpersonal. Nein, hier geht es nicht um menschliche Migranten, sondern geschützte Ameisenarten, die wegen Bauprojekten umgesiedelt werden müssen. Und das geht nicht ohne Ameisenumsiedler. Jetzt herrscht, so dürfen wir von der Berliner Zeitung lernen, in Deutschland tatsächlich ein Mangel an Ameisenumsiedlern. Sollten sie arbeitslos sein oder sich verändern wollen: Dem Ameisenumsiedler gehört die Zukunft!

Nach Einschätzung von Ameisenschutzwarten müsste es in vielen Regionen Deutschlands eigentlich mehr Ameisenumsiedler geben. Allein in der Hauptstadtregion bestehe wegen großer Straßenbauvorhaben und der Erweiterung des Siedlungsraums um Berlin entsprechender Bedarf, sagt die 1. Vorsitzende des Vereins Brandenburgische Ameisenschutzwarte, Katrin Möller. Auch der Landesverband in Bayern betont, dass vielerorts zu wenige solcher Fachleute zur Verfügung stehen. Die Gesamtzahl der Ameisenumsiedler liege bundesweit bei geschätzt etwa 300, davon entfalle allein die Hälfte auf Bayern.

Möller zufolge würden mehr Ameisenumsiedlern dazu beitragen, das Bewusstsein für die geschützten Arten innerhalb der Gesellschaft und bei Projektträgern zu verbessern. Landesverbände bilden in Schulungen Ameisenumsiedler aus. Zum Teil machen diese danach ihre Arbeit ehrenamtlich, bei größeren Aufträgen werden häufig Umsiedler mit Firmen angefragt, wie es weiter heißt.

Wenn man nämlich nicht richtig umsiedelt, dann kehren manche renitente Ameisenvölker einfach wieder in die Heimat zurück.

Mehr hier:  http://www.berliner-zeitung.de/berlin/brandenburg/umzugsstress–millionen-ameisen-muessen-wegen-a10-ausbau-umsiedeln-27922726?originalReferrer=

 

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