Rettung und Rücktritt

EIN BLICK IN DIE TAGESMELDUNGEN:

Bewaffneter Aufstand in Venezuela niedergeschlagen?

Der befürchtete Umbau des Staates zu einer Diktatur hat in Venezuela zu einem Militäraufstand gegen den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro geführt. Die Rebellion mit Namen Operation „David“ ereignete sich bei der Kaserne Paramacay in Valencia, 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Caracas.

Die Streitkräfte hätten erfolgreich einen „paramilitärischen, kriminellen und terroristischen Angriff“ zurückgeschlagen, erklärte Konteradmiral Remigio Ceballos. Sieben Angreifer seien festgenommen worden und geständig.

Verteidigungsminister Vladimir Padrino twitterte: „Sie konnten nichts ausrichten gegen die FANB (Streitkräfte)“. Auch Padrino sprach von „Terrorangriffen“. Als Erster hatte der Maduro-Getreue und Vizechef der Sozialisten, Diosdado Cabello, von dem „terroristischen“ Angriff berichtet. In Medienberichten und Beiträgen in sozialen Netzwerken im Internet war hingegen von einem möglichen Aufstand von Soldaten des Stützpunkts gegen die Regierung Maduro die Rede.

In einem online gestellten Video war ein Mann zu sehen, der sich selbst als Kommandeur bezeichnete und, umringt von militärisch gekleideten und teils bewaffneten Männern, eine „rechtmäßige Rebellion“ ausrief. Diese solle „die mörderische Tyrannei von Nicolás Maduro beenden“, sagte der Mann.

„Das ist kein Staatsstreich, sondern eine Aktion von Militärs und Zivilisten, um die verfassungsgemäße Ordnung wiederherzustellen und um das Land vor der totalen Zerstörung zu bewahren und um den Mord an unserer Jugend zu stoppen.“ Er forderte die „sofortige Bildung einer Übergangsregierung und freie Wahlen“ in Venezuela.

Der Anführer soll der abtrünnige Militär Juan Caguaripano gewesen sein. Er werde von den USA protegiert und habe sich zuletzt in Miami im US-Bundesstaat Florida, in Panama sowie in Kolumbien aufgehalten, sagte Venezuelas sozialistischer Staatschef Nicolás Maduro. Caguaripano war 2014 untergetaucht, weil er damals schon seinen Widerstand gegen Maduro erklärt hatte und aus dem Militär ausgeschlossen worden war.

Maduro kündigte eine harte Reaktion an. „Das ist ein Terrorakt gegen die Streitkräfte“, sagte er in seiner TV-Sendung „Domingos con Maduro“. Das Militär habe mit dem „Geist der Stärke“ reagiert. Die meisten der sieben Verhafteten seien Soldaten, die von „ultrarechten Gruppen“ angeheuert worden seien.

https://www.welt.de/politik/ausland/article167433551/Operation-David-Paramilitaerischer-Aufstand-in-Venezuela.html

Mutmaßlich islamistischer Angriff: 50 getöte Zivilisten im Norden Afghanistans

Bei einem Angriff von Aufständischen auf ein nordafghanisches Dorf sind nach offiziellen Angaben 50 Menschen getötet worden, darunter Frauen und Kinder. Ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Sar-e Pul erklärte am Sonntag, die Kämpfer hätten im Bezirk Sajaad einen Posten der Sicherheitskräfte angegriffen und 30 Häuser angezündet. Die Gefechte halten demnach an. Dorfbewohner sagten, bei den meisten Opfern handele es sich um Angehörige der Hasara-Minderheit, die zumeist Schiiten sind.

Unklar war zunächst die Identität der Angreifer. Nach Angaben der Provinzregierung handelte es sich um eine gemeinsame Attacke der radikalislamischen Taliban und der Extremistenmiliz IS. Die Taliban wiesen jedoch jegliche Verantwortung zurück.

https://www.derwesten.de/panorama/angreifer-toeten-50-zivilisten-im-norden-afghanistans-id211494629.html

UN-Zahlungen hebeln Sanktionen gegen Assad aus

Die UNO hat im Vorjahr mindestens 18 Millionen US-Dollar (rund 15 Mio. Euro) an regimenahe Unternehmen in Syrien gezahlt. Das geht aus einem aktuellen Bericht der internationalen Organisation hervor. Darunter befinden sich auch Firmen, die in den USA und Europa auf der schwarzen Liste stehen.

Insgesamt zahlte die UNO rund 140 Millionen US-Dollar (rund 118 Mio. Euro) für Güter und Dienstleistungen in Syrien. Mehr als ein Zehntel davon ist dem Kreis rund um den syrischen Machthaber Baschar al-Assad zuzurechnen, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Sie beruft sich dabei auf eine aktuelle Kostenaufstellung der UNO zu getätigten Investitionen im Vorjahr.

Gleich einige Namen scheinen in schwarzen Listen der EU und der USA auf. Für die UNO sind diese jedoch nicht gültig. Die Organisation verwaltet ihre eigene schwarze Liste, die nicht an Sanktionen durch Mitgliedsstaaten oder andere internationale Organisationen gebunden ist.

Besonders die Verbindungen zu Rami Machluf werden hervorgehoben. Der syrische Geschäftsmann gilt als reichster Mann des Landes – und ist Assads Cousin. Ihm gehört etwa der Telekommunikationskonzern Syriatel, dem die UNO im vergangenen Jahr über 164.000 Dollar zahlte. Auch die Sicherheitsfirma Qasioun, die seit 2008 auf der schwarzen Liste der USA steht, gehört Machluf. Die UNO bezog von ihr Leistungen im Wert von über 100.000 Dollar.

Weitaus größer ist die Rechnung des Hotels Four Seasons, das zum Teil dem syrischen Tourismusministerium gehört. Gleich mehrere Millionen gingen an das Hotel in der Hauptstadt Damaskus. Bloomberg berichtet, dass sogar Geld an eine Wohltätigkeitsorganisation von Assads Ehefrau geflossen ist – mehr als 750.000 Dollar gingen von der UNO an Asma al-Assad.

Die UNO verweist auf enorme Schwierigkeiten in Krisenregionen. So sei es in Ländern wie Syrien besonders kompliziert, außerhalb des Einflussbereichs von Regierungen zu arbeiten.

http://orf.at/stories/2401485/2401486/

Israel rettet iranische Journalistin

Vor drei Jahren gelang der iranischen Journalistin Neda Amin (33) die Flucht aus ihrer Heimat in die Türkei. Doch jetzt wollte die Türkei sie zurück nach Teheran abschieben, wo ihr die Todesstrafe droht! Nach internationalen Protesten hat sich jetzt Israel dazu bereit erklärt, die Iranerin aufzunehmen.

Für Neda Amin die Rettung! Am Sonntag gab das israelische Innenministerium – auf Bitte des israelischen Journalistenverbandes – grünes Licht. Amin schreibt seit Jahren auf Persisch für die israelische Nachrichtenseite „Times of Israel“.

Die Türkei wollte die iranische Journalistin Neda Amin am 5. August abschieben. Das wäre ein Bruch internationalen Rechts und ihr Todesurteil.

Der türkische Geheimdienst habe sie mehrmals dazu befragt, sowohl telefonisch als auch auf einer Station. „Sie haben mich immer wieder gefragt, warum ich für eine israelische Zeitung arbeite und mit wem in Israel ich Kontakt habe. Obwohl ich immer wieder sagte, dass ich nur eine Journalistin bin, beschuldigten sie mich, für Israel zu spionieren.“

http://www.bild.de/politik/ausland/israel/iranische-journalistin-neda-amin-tuerkei-will-abschiebung-nach-iran-52781402.bild.html

Elektronische Gesundheitskarte vor dem endgültigen Aus

Mehr als elf Jahre nach ihrem offiziellen Start steht die elektronische Gesundheitskarte möglicherweise vor dem Aus. Der Vorstandschef der AOK Bayern, Helmut Platzer, sagte der dpa, es sei „unsicherer denn je, wann die Gesundheitskarte die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt“. Hochrangige Mitarbeiter von Ärzteverbänden und gesetzlichen Krankenkassen berichten, es gebe in der Bundesregierung Pläne, die E-Card nach der Bundestagswahl für gescheitert zu erklären.

Damit bliebe die Plastikkarte nichts weiter als ein Versicherungsnachweis, heißt es aus Kassenkreisen. Die E-Card hat nach Berechnungen des Dachverbandes der Innungskrankenkassen bis jetzt 1,7 Milliarden Euro an Kosten verursacht.

Auch aus den Kassenärztlichen Vereinigungen kommen Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der Gesundheitskarte. „Wenn man mit Fachleuten redet, hört man, das sei eine Technik, die eigentlich schon überholt sei“, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Wolfgang Krombholz, der dpa. Verbände von Ärzten, Krankenkassen, Kliniken und Apothekern haben über die Trägergesellschaft Gematik den gesetzlichen Auftrag, die Gesundheitskarte auf den Weg zu bringen.

Die Bundesregierung hatte im Herbst 2004 angekündigt, ab dem Jahr 2006 werde die elektronische Gesundheitskarte zahlreiche neue Möglichkeiten für einen Datenaustausch schaffen. Ein Notfalldatensatz sollte darauf ebenso gespeichert werden können wie ein Medikationsplan. Eine solche digitale Arzneiliste sollte helfen, gefährliche Wechselwirkungen zu vermeiden, die nach Schätzungen jedes Jahr Tausende Todesfälle nach sich ziehen. Eine elektronische Patientenkarte sollte unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden. Verwirklicht ist davon bis jetzt noch nichts.

Die Betreibergesellschaft Gematik erklärte zwar Anfang Juni 2017, die Auslieferung der notwendigen technischen Ausrüstung gehe in die letzte Phase und hat von einem „Meilenstein“ gesprochen, doch die dafür notwendigen sogenannten Konnektoren stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Die Chefin des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, machte im Juli beteiligte Industriefirmen für die neuerlichen Verzögerungen verantwortlich.

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-08/krankenkassen-elektronische-gesundheitskarte-vor-dem-aus

Umstrittener neuer Job für Christian Wulff: Prokurist türkischer Modefirma

Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat einen neuen Nebenjob. Und der löst bei SPD und Linkspartei scharfe Kritik aus. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, arbeitet Wulff seit April als Prokurist für die Deutschland-Tochter des türkischen Modelabels Yargici.

Ende Mai waren Wulff und seine Ehefrau Bettina Stargäste bei der Ladeneröffnung des ersten deutschen Yargici-Geschäfts in Hamburg. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in der türkischen Metropole Istanbul.

Bei der SPD kommt sein neuer Job gar nicht gut an. Allerdings weniger wegen des privatwirtschaftlichen Engagements als vielmehr wegen seines Ehrensolds. Ex-Präsidenten erhalten diesen nach ihren jeweiligen Amtszeiten. Der Ehrensold liegt aktuell bei 236.000 Euro pro Jahr.

Partei-Vize Ralf Stegner kritisierte ihn scharf: „In der Regel übernehmen Altbundespräsidenten Ehrenämter und werden nicht Prokuristen von Modefirmen“, sagte er gegenüber dem Blatt. Der lebenslange Ehrensold werde schließlich gewährt, damit ehemalige Staatsoberhäupter nicht gezwungen sind, sich etwas dazuverdienen zu müssen.

Auch wenn es wirklich sehr sehr schwer fällt, aber man muss wohl an dieser Stelle dem Genossen Stegner recht geben.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article167414932/Christian-Wulffs-neuer-Job-bringt-SPD-und-Linke-in-Rage.html

Neue Polizeihelme bieten nicht immer Schutz vor Schüssen

Die derzeit in der Anschaffung befindlichen ballistischen Schutzhelme für die Thüringer Polizei bieten den meisten Beamten weniger Schutz gegen Beschuss als bislang öffentlich bekannt – viele Polizisten sind damit nicht gegen Beschuss aus Handfeuerwaffen von vorne geschützt. In der Regel seien diese Helme mit Schlagschutzvisieren und nicht mit ballistischen Visieren ausgestattet, sagte ein Sprecher des Thüringer Innenministeriums und bestätigte damit entsprechende Informationen aus Polizeikreisen. Nur bestimmte Einheiten der Landes-Polizei hätten für den Helm ballistische Visiere erhalten oder würden zukünftig damit ausgestattet.
Schlagschutzvisiere bieten anders als ballistische Visiere keinen Schutz gegen Beschuss aus Handfeuerwaffen. Sie sind dafür gemacht, um die Beamten zum Beispiel vor Flaschen- oder Steinwürfen sowie Schlägen ins Gesicht zu schützen. Der eigentliche Helm bietet nach Angaben des Sprechers dagegen einen wirksamen Schutz gegen Geschosse verschiedener Kaliber sowie Splitter aus Explosivmitteln. „Darüber hinaus schützt er den Kopf auch gegen die damit einhergehende Belastung durch Traumata.“ Anders ausgedrückt: Bei Angriffen mit bestimmten Schusswaffen sind Thüringer Polizisten dann durch die Helme gut geschützt, wenn diese Angriffe von hinten, oben oder der Seite erfolgen, weil dann nicht das Visier, sondern der eigentliche Helm getroffen wird.

http://www.insuedthueringen.de/region/thueringen/thuefwthuedeu/Neue-Polizeihelme-bieten-oft-keinen-Beschuss-Schutz-von-vorne;art83467,5660494

Italien verbietet Schiff von „Ärzten ohne Grenzen“ Landung auf Sizilien

Rom verschärft den Druck auf NGOs, die nicht den von der italienischen Regierung aufgesetzten Verhaltenskodex für private Seenotretter unterschrieben haben. Die italienischen Behörden haben dem Schiff „Prudence“ der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen verboten, nach Rettungseinsätzen für Flüchtlinge im Meer, diese nach Sizilien zu bringen.

Ärzte ohne Grenzen hatte am Samstag Berichte zurückgewiesen, wonach auch sie wegen Rettungsaktionen von Migranten auf dem Mittelmeer im Visier der italienischen Ermittlern sein soll. Man sei von keiner Staatsanwaltschaft über etwaige Untersuchungen informiert worden, teilte die Organisation am Samstag in Rom mit. Die Zeitung „Corriere della Sera“ hatte berichtet, dass auch Mitglieder von Ärzte ohne Grenzen wegen mutmaßlicher Begünstigung von illegaler Einwanderung ins Fadenkreuz der Staatsanwaltschaft gerückt seien.

http://diepresse.com/home/ausland/welt/5264627/Italien-verbietet-Schiff-von-Aerzten-ohne-Grenzen-Landung-auf-Sizilien

EU prüft vorgeschriebene Quote für Elektroautos

Die Zwickmühle, in der die europäische Politik und die Autoindustrie stecken, lässt sich in wenigen Zahlen zusammenfassen: Bis 2030 will die EU ihren Ausstoß an Treibhausgasen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Der Passagiertransport aber wird in den kommenden Jahrzehnten weiter kräftig zulegen, um voraussichtlich mehr als die Hälfte bis 2050. Schon heute steht der Straßenverkehr für fast ein Fünftel der gesamten CO2-Emissionen in Europa – nur die Energiebranche stößt mehr klimaschädliche Gase aus.

Den Ausstoß zu verringern bei gleichzeitig stark wachsendem Verkehrsvolumen – wie kann das gelingen? Die EU-Kommission überlegt, ab 2025 eine verbindliche Quote für Elektroautos einzuführen.

Die Welt lässt sich nämlich ganz einfach auf dem Verordnungswege verbessern, wie die EU-Kommission weiß. Denn überall dort, wo sie Verordnungen erlassen kann, wird ja bekanntlich alles besser. Not und Elend herrscht bekanntlich ja nur überall dort, wo niemand auf die weisen Ratschlüsse aus Brüssel hören will.

http://www.handelsblatt.com/my/unternehmen/industrie/dieselskandal-eu-prueft-quote-fuer-e-autos/20153522.html

Del Ponte tritt als Syrien-Sonderermittlerin zurück

Die frühere UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte wird die Uno-Untersuchungskommission zu Syrien verlassen, weil diese ihrer Ansicht nach keine Fortschritte macht. Zudem sei sie enttäuscht über mangelnde Rückendeckung . „Wir haben absolut keinen Erfolg“, sagte Del Ponte am Rande des Locarno Filmfestival am Sonntag dem Schweizer Magazin „Blick“.

Sie trete zurück, weil es keinen politischen Willen zur Unterstützung des Gremiums gebe. Seit fünf Jahren laufe die Kommission gegen die Wand, so Del Ponte. „Ich gebe auf.“ Sie werde im September ein letzte Mal an der Kommissionssitzung teilnehmen.

Del Ponte war 2012 in den Untersuchungsausschuss berufen worden. Sie sei als „Alibi“ eingesetzt worden. „Ich kann nicht länger Teil dieses Ausschusses sein, der schlichtweg nichts unternimmt.“ Die 70-Jährige, die als Anklägerin am Internationalen Strafgerichtshof Verbrechen in Ruanda und Jugoslawien verfolgte, sagte, in Syrien sei jeder „schlecht“.

Zu Beginn habe sie gedacht, die Opposition seien „die Guten“. Nach sechs Jahren sei sie jedoch zu dem Schluss gekommen, dass sowohl die syrische Regierung als auch die Opposition Verbrechen begehe.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/vereinte-nationen-del-ponte-tritt-als-syrien-sonderermittlerin-zurueck/20154060.html

Platzt die nächste Immobilienblase in Kanada?

Vor zehn Jahren begann die Kreditpyramide, auf der der amerikanische Immobilienmarkt stand, wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen. Der Crash stürzte die Weltwirtschaft in die tiefste Krise seit der großen Depression der 1930er Jahre. Um den völligen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern, wurden Banken mit Hunderten Milliarden an Steuergeld gerettet. Während sich der amerikanische Markt nach dem Schock deutlich abkühlte, stiegen die Häuserpreise im Nachbarland Kanada einfach weiter. Nun droht auch hier eine hohe Rechnung.

In der boomenden Großstadt Toronto platzt die Immobilienblase gerade. Im Juli fielen die Verkäufe von Wohnobjekten in der Metropolregion verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um enorme 40 Prozent, wie Daten des lokalen Branchenverbands TREB zeigen. „Es handelt sich um einen der rasantesten Markteinbrüche der Geschichte – wann der Boden erreicht sein wird, ist noch nicht abzusehen“, warnt der kanadische Finanzfachmann und Investmentberater Garth Turner.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/mieten-und-wohnen/platzt-die-naechste-immobilienblase-in-kanada-15136131.html

Anis Amri ohne traditionelle Zeremonie in Tunesien beerdigt

Der Berlin-Attentäter Anis Amri ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Samstag in seiner Heimat in Tunesien beigesetzt worden.

Amri wurde im Beisein seiner Familie ohne traditionelle Zeremonie beerdigt, wie ein Sprecher der lokalen Polizeibehörde in der zentralen Provinz Kairouan sagte. Eine Anfrage der Familie, die Leiche des Mannes zunächst in dessen Elternhaus aufbahren zu dürfen, sei aus Sicherheitsgründen nicht gestattet worden.

Die Leiche Amris war schon Ende Juni in Tunesien angekommen. Sie wurde aber erst vor wenigen Tagen von den Behörden freigegeben, die sie zunächst in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Tunis untersuchen wollten.

https://www.welt.de/politik/ausland/article167432944/Anis-Amri-ohne-traditionelle-Zeremonie-in-Tunesien-beerdigt.html

1 Kommentar

  1. dentix07

    Die e-Card IST schon längst ein Flop!
    Sie ist BER auf Plastik!

    2006 sollte sie schon eingeführt werden. Wir haben jetzt 2017 und erst seit 1.1.2015 – 9 Jahre (!) später als geplant – ist sie flächendeckend eingeführt und allein gültiger Versicherungsnachweis der gesetzlichen Krankenversicherung, aber bisher reiner Ersatz für die vorherige Karte ohne Bild! Nicht eine der „versprochenen“ Superfunktionen ist realisiert!
    Aber den Ärzten wird gedroht, wenn bis Juni 2018 (und das ist schon ein um ein Jahr verschobener Termin, quasi letzte Chance) nicht der elektronische Stammdatenabgleich (offiziell: Stammdatenmanagment (SDM), also das beim Einlesen der Karte ins Praxislesegerät automatisch via Internet mit den Krankenkassen abgeglichen wird das der vor einem stehende Patient auch wirklich bei der auf der Karte angegebenen Kasse versichert ist) funktioniert, diese mit Honorarabschlägen bestraft werden!
    Aber der Karte Probleme sind viele:

    – die lange PIN können sich die wenigsten Patienten merken (haben breitflächige Tests bewiesen). Als Lösung wurde vorgeschlagen dann doch die PIN in den Praxen zu hinterlegen, die Praxen folglich Listen darüber führen müssten welcher ihre Patienten welche PIN hat. Gerade ältere Patienten sind jedoch meist Patienten mehrere Ärzte verschiedener Fachrichtungen! Mit der Idee der Hinterlegung ist ein wesentliches Ziel des Patientendatenschutzes und der Sicherheit der Karte hinfällig! Ein Einbruch in eine Praxis oder den Rechner auf dem die Liste geführt wird und Datenschutz ade! (Besonders wenn dann noch das Gegenstück, der elektronische Heilberufeausweis, der gemeinsam mit e-Card und ärztlicher „PIN“ ins Lesegerät muß um Zugriff auf die e-Patientenkartei zu bekommen, zusammen mit dem Paßwort/der PIN, in der Praxis liegt oder im Rechner gespeichert ist, was aus praktischen Gründen meisten so sein wird! Der Arzt kann garnicht jedesmal wenn ein Patient die e-Card zückt da sein um seine PIN ebenfalls neu einzugeben!)

    – die Notfalldaten sind Augenwischerei! Im echten Notfall, bei dem es um Leben und Tod geht, kann es sich kein Notarzt leisten erst nach der Karte zu suchen! Ist sie im Handschuhfach des verunglückten Fahrzeugs, in der Handtasche, im Portemonnaie, in einem der 50 Paar Schuhe in der Wohnung, in einer der Jacken, in einem der Schränke, vielleicht gar im Kühlschrank, …..?
    Interessant werden die Daten erst im Krankenhaus, wenn der Patient schon stabilisiert ist und keine unmittelbare Lebensgefahr mehr besteht! Aber dann tut es auch ein Papierausweis, wie er für Blutgerinnungspatienten, oder Diabetiker üblich ist!
    Ach ja, und wie gelangt das Krankenhaus an die sonstigen Daten (außer den „Notfalldaten“ die offen sein sollen) der e-Patientenkartei, wenn der Patient ihnen, weil evtl. bewußtlos oder er sie sich nicht merken konnte, die PIN nicht geben kann? Da brauchts dann eine Art General-PIN für alle Karten in allen Krankenhäusern!
    Ein mißliebiger Mitarbeiter, der sich z.B. ungerecht behandelt oder zu unrecht gekündigt fühlt und diese PIN verkauft, und schon hat der Käufer Zugriff auf ALLE Patientendaten aller deutschen gesetzlich Versicherten!
    Sicherheit? Datenschutz? Vergeßt es!

    – Doppeluntersuchungen
    Macht ein Arzt seine Arbeit gewissenhaft, kann er zwar die Untersuchungsergebnisse und Diagnosen von Kollegen heranziehen, aber im Zweifelsfall niemals auf eigene Untersuchung, seien es Röntgenbilder oder Laborergebnisse, verzichten. Er hat sich, so die Richtlinien und Bestimmungen, IMMER ein eigenes Bild zu machen und würde entgegen ärztlicher Sorgfaltspflicht – und das kann strafrechtlich böse für in enden – handeln, wenn er bei Zweifel an der Aussagekraft von Untersuchungen von Kollegen sich dennoch auf diese verließe und nicht selbst z.B. Röntgenbilder anfertigen oder Untersuchungen durchführen würde!
    Auch die so viel beschworenen unnötigen (!) Doppeluntersuchungen sind weitgehend eine Mär mit der man uns die Karte schmackhaft machen will!

    – Medikationsplan
    1. Ist die Formulierung aufgefallen? >…gefährliche Wechselwirkungen zu vermeiden, die nach Schätzungen (!) jedes Jahr Tausende Todesfälle nach sich ziehen.<
    Schätzungen! S c h ä t z u n g e n! Wer hat da was, wann, auf welcher Grundlage geschätzt (!)?
    2. Wie sicher ist die Aktualität des Medikationsplanes? Und auch dafür brauchts keine zentrale Speicherung (was passiert eigentlich wenn mal die Server sich „aufhängen“ oder der Strom ausfällt? In Österreich ist es schon passiert das während ein System/Server gewartet wurde, das Redundanzsystem „abschmierte“!) da ist ebenfalls Papier mit dem Namen, der Adresse und der Telefonnummer des ausstellenden Arztes sogar einfacher und mindestens genauso zuverlässig! Wozu der ganze elektronische Aufwand?

    Allein für das SDM wird eine mindestens 1 Mbit/s-Verbindung benötigt, für weitere Dienste (e-Kartei, Röntgenbilder, MRTs, [was weitere Probleme insbesondere bezüglich Komprimierung = langfristig Datenverlust hervorruft] etc.) schätzt man zusätzlichen Bedarf von 4-6 Mbit – die bis 2018 noch längst nicht flächendeckend realisiert sein werden – und die Daten müssen über gesicherte Wege übertragen werden, VPN, auch als Tunnel bekannt! (Deshalb die neuen Konnektoren!)

    Usw., usw.!

    Insgesamt bietet die e-Card nichts was nicht auch bisher schon – bloß anders – erfolgreich gemacht wird. Sie ist allerdings auf jeden Fall ein Riesenförderprogramm für Soft- und Hardwarehersteller, denen schon die €-Zeichen in den Augen blinken und bietet den Kassen die Möglichkeit Versichertenprofile zu erstellen, woraus wahrscheinlich letztlich neue „Steuerungsmöglichkeiten“ für den Lebenswandel Versicherter entstehen werden. („Sie müssen sich mehr bewegen, sonst steigt die Prämie!“, „Sie essen zu fett, trinken zuviel, sind zu dick, haben zuwenig/zuviel Sex, etc. etc.!“)

    [Übrigens haben die Ärzte schon bei der Einführung der alten Krankenversicherungskarte ein Bild darauf gefordert, um Mißbrauch einzudämmen! Den Kassen, allen voran die AOK, war das damals mit 800 Millionen D-Mark, zu teuer! Jetzt hat das ganze Fiasko schon 1,7 Milliarden € (also mehr als das Vierfache) gekostet und das Ergebnis ist auch bloß eine KVK mit Bild!]

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