Steuererlass für Falschwähler?

Der Friedrichstadtpalast „ist eine Bühne des Landes Berlin“. So steht es auf der Webseite des traditionsreichen Revuetheaters in der Berliner Friedrichstraße. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der Kultursenator Klaus Lederer. Die Steuerzahler gehören mithin zu den Geldgebern der Spielstätte. Der Intendant der Bühne mag einige von ihnen aber nicht mehr, weil sie falsch gewählt haben, denn „wer AfD wählte, wusste, dass er auch Nazis in den Bundestag wählt. Wer das aus Angst oder Sorge oder Protest in Kauf nimmt, ist ein Brandstifter und Mittäter. No fucking excuse“, zitiert ihn der Berliner Kurier. Deshalb „werden wir uns künftig noch deutlicher als bisher von 20 oder 25 Prozent unserer potenziellen Kunden im Osten abgrenzen und von Hohlköpfen mit Migrationshintergrund selbstverständlich auch. Ich will all deren Geld nicht“.

Würden Kultur und Politik das konsequent umsetzen, dann könnte das Wählen der AfD ja etwas Steuerersparnis bringen. Sollte man künftig vielleicht so, wie man aus der Kirche austreten kann, wenn man diese nicht mehr finanzieren will, auch aus manchen Fördertöpfen aussteigen dürfen?

2 Kommentare

  1. Frank Weber

    „Ich will all deren Geld nicht“ trompetet der Intendant des Friedrichstadt-Palastes in Richtung AfD-Wähler. Das sollen überwiegend ostdeutsche Männer sein. Dann sollte er sich konsequenterweise umgehend aus dem Gebäude des Friedrichstadt-Palastes verabschieden. Denn der Friedrichstadt-Palast wurde vor allem von ostdeutschen (damals DDR-) Architekten, Ingenieuren, Bauarbeitern … aufgebaut, die sich heute oftmals schwerlich von ihrer kümmerlichen Ost-Rente die teuren Eintrittskarten leisten können. Da ist es leicht, sich von Menschen zu distanzieren, die ohnehin nicht zur Klientel gehören. Das sind billigster Populismus und westliche Überheblichkeit pur, verbunden mit bürgerlichem Standesdünkel, der sich moralisch überlegen fühlt. Übrigens sollte der Herr Intendant dann auch auf die Subventionen verzichten, die ihm aus Steuergeldern (auch von AfD-Wählern) so großzügig gewährt werden. Übrigens: 67,6% der AfD-Wähler sind westdeutsch. Quelle:
    Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe – BIAJ. Nun mache sich jeder, der dazu noch in der Lage ist, sein eigenes Bild.

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  2. Reiner Wehpunkt

    Dem Friedrichstadtpalast ist es herzlich egal, von wem die Subventionsmillionen kommen, die er alljährlich reichlich kassiert und die ihm sein Überleben sichert.

    Hauptsache, die Steuerzahler-Millionen fließen weiter und werden immer mehr. Dafür wedelt der Friedrichstadtpalast dann auch gerne mal mit dem Schwanz und schleckt an der politisch korrekten Hand, die ihn so reichlich füttert.

    Rechtspopulisten-Bashing ist heute wie 1.Mai-Parade in Erichland: man ist dabei weil wenn nicht könnte es Ärger geben. Und danach dann zum Saufen, Ficken, Koksen…. Pecunia non olet auch in Buntevielfaltland!

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