Angriff und Akademie

EIN BLICK IN DIE TAGESMELDUNGEN:

16 Tote bei islamistischen Überfällen in Mosambik

Bei einer Reihe von bewaffneten Überfällen auf Polizeiwachen im Norden Mosambiks sind zwei Sicherheitskräfte und 14 Angreifer getötet worden. Ein Polizeisprecher sagte gestern, die offenbar koordinierten Angriffe hätten am Donnerstag und Freitag in der Kleinstadt Mocimboa de Praia stattgefunden. Unter den Angreifern gebe es mehrere Zivilisten.

Die Polizei nahm zehn Angreifer fest und beschlagnahmte Waffen sowie Munition. Der Polizeisprecher sagte, verdächtigt werde eine islamistische Untergrundgruppe, auch wenn die Beweggründe für die Überfälle noch nicht klar seien.

http://orf.at/stories/2409995/

Russische Luftangriffe gegen IS: 180 Tote

Die russische Luftwaffe hat nach Moskauer Angaben binnen 24 Stunden mindestens 180 Kämpfer in Syrien getötet. Bei einer Serie von Luftangriffen seien rund 120 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und mehr als 60 „ausländische Söldner“ getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau heute mit. Demnach wurden die Angriffe in der Gegend von Madschadin und nahe der Stadt Abu Kamal geflogen.

Bei der Zerstörung eines Kommandopostens bei der ostsyrischen Stadt Madschadin seien bis zu 80 Kämpfer getötet worden, darunter neun aus dem Nordkaukasus stammende Männer, hieß es weiter. Nahe Abu Kamal seien etwa 40 weitere IS-Kämpfer getötet worden.

http://orf.at/stories/2409964/

Angriff auf Königspalast in Saudi-Arabien – Zwei Tote

Bei einem Angriff auf den Königspalast im saudi-arabischen Jeddah sind zwei Wachmänner erschossen worden. Drei weitere Sicherheitsmitarbeiter wurden dabei verletzt, wie Staatsmedien unter Berufung auf das Innenministerium am Samstag mitteilten. Ein 28-jähriger Einheimischer sei bis zur westlichen Pforte des Palasts vorgedrungen und habe zu schießen begonnen. Wachmänner hätten ihn dann getötet.

Sicherheitskräfte hätten bei dem Angreifer Sturmgewehre und Benzinbomben gefunden. Bisher sei dieser nicht straffällig gewesen. Man habe eine Untersuchung eingeleitet, um das Motiv des Schützen herauszufinden. Der saudisch-arabische König Salman befindet sich derzeit auf Staatsbesuch in Russland.

http://www.tt.com/home/13527696-91/angriff-auf-k%C3%B6nigspalast-in-saudi-arabien—zwei-tote.csp

Islamwissenschaftler schlägt 40 Reformthesen an Berliner Moscheetür

Ein Martin Luther des Islam? Im Jahr des 500. Reformationsjubiläums hat der Freiburger Islamwissenschaftler und Religionspädagoge Abdel-Hakim Ourghi in Berlin 40 Thesen zur Reform des Islam an eine Moscheetür geschlagen. Ourghi heftete am Samstagmorgen seine Thesen zu einem humanistischen, friedfertigen Islam an die Tür der als salafistisch geltenden und vom Verfassungsschutz beobachteten Dar-Assalam-Moschee („Neuköllner Begegnungsstätte”). Der Mitbegründer der liberalen Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee hatte am Vortag sein Buch „Reform des Islam. 40 Thesen” vorgestellt.

Bei der Buchpräsentation am Freitagabend in Berlin betonte Ourghi: „Nur ein reformierter Islam gehört zu Deutschland.” Es brauche eine ehrliche Debatte über aus dem Koran begründete Gewalt, die Unterdrückung von Frauen oder die Ausgrenzung und Verfolgung Andersdenkender im Namen der Religion: „Wir müssen auch über die dunklen Seiten des Islam reden.” […]

Ourghi kritisierte bei der Buchpräsentation auch scharf die Politik der Bundesregierung, vor allem mit Islamverbänden wie Ditib oder dem Zentralrat der Muslime in Deutschland zusammenzuarbeiten. Man mache einen Fehler, wenn man versuche, das Staat-Kirche-Verhältnis auf den Islam zu übertragen. „Verbände wie Ditib sind keine Glaubensgemeinschaften, sondern Kulturvereine”, sagte Ourghi. Sie folgten einer nationalen, ethnischen und politischen Agenda und seien meist aus dem Ausland gesteuert.

http://www.bz-berlin.de/berlin/islamwissenschaftler-schlaegt-40-thesen-zur-islam-reform-an-berliner-moscheetuer

Deutschland finanziert Islam-Akademie

Die Islamische Theologie bekommt eine eigene Wissenschaftsakademie. Sie entsteht an der Universität Frankfurt am Main – mit Mitteln des Bundesforschungsministeriums, das für die kommenden fünf Jahre 8,5 Millionen Euro gibt, und der Stiftung Mercator, die sich mit 2,8 Millionen Euro beteiligt.

Die „Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft“ soll die Zusammenarbeit der seit 2011 gegründeten fünf Institute und Zentren für islamische Theologie an deutschen Universitäten verbessern und den Anwendungsbezug ihrer Forschung sowie den Dialog mit der Gesellschaft stärken, erklärte Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, am Mittwoch.

Nachdem die universitären Zentren und ihre Studiengänge das in Deutschland neue Fach etabliert haben, sei die Neugründung der nächste Schritt in der wissenschaftlich-theologischen Auseinandersetzung mit dem Islam, teilte Staatssekretär Thomas Rachel mit. So soll die Akademie auch die Kommunikation zwischen den Theologien und mit der muslimischen Community fördern und „in gesellschaftliche Diskurse einsteigen“. Das Bundesforschungsministerium wolle mit der Förderung „zur Versachlichung der gesellschafts- und integrationspolitischen Debatten über den Islam“ beitragen.

http://www.tagesspiegel.de/wissen/islamische-theologie-der-bund-finanziert-eine-islam-akademie/20413148.html

Massengebet Zehntausender zur „Rettung Polens und der Welt“

Zehntausende polnische Katholiken haben gestern an den Außengrenzen des Landes Menschenketten gebildet und Gott um die „Rettung Polens und der Welt“ gebeten. Die Gläubigen folgten einem Aufruf der Stiftung Solo Dios Basta. Zu der Aktion „Rosenkranzgebet an den Grenzen“ hatte auch die polnische Bischofskonferenz eingeladen. Gegner sprachen von einer „islamophoben Aktion“. […]

In einer live im ultrakatholischen Sender Radio Maryja übertragenen Messe erklärte Krakaus Erzbischof Marek Jedraszewski, er bete „für die anderen europäischen Nationen, damit sie die Notwendigkeit verstehen, zu den christlichen Wurzeln zurückzukehren, damit Europa Europa bleibt.“

Die Aktion fand an dem am 7. Oktober begangenen Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz statt, das seit der Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571 begangen wird. Damals besiegte die christliche Flotte die muslimische Übermacht und habe damit „Europa vor der Islamisierung“ gerettet, wie die Stiftung in ihrem Aufruf erklärte. An der Aktion nahmen Hunderte Kirchen aus 22 Diözesen in Grenznähe teil.

http://orf.at/stories/2410003/

Türkei: Proteste gegen „Mufti-Ehe“

Ankara. Vor dem Parlament in Ankara demonstrierten dieser Tage wütende weibliche Abgeordnete und Vertreterinnen von Frauenverbänden, aber Innenminister Süleyman Soylu versteht nicht, was die Aufregung soll. Die Frauen protestierten gegen einen Gesetzesentwurf, nach dem islamische Geistliche bald offizielle Eheschließungen vornehmen dürfen. Diese „Mufti-Ehen“ würden die Islamisierung des Landes und die Entrechtung der Frauen vorantreiben, sagen Frauenrechtlerinnen.

Im Innenausschuss des Parlaments spielte Minister Soylu von der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP die Bedeutung der Neuregelung herunter. Es gehe nur um die Erweiterung von Kompetenzen staatlich angestellter Geistlicher, sagt er. Die „Mufti-Ehen“ haben inzwischen den Innenausschuss passiert und dürften trotz Widerstands der Opposition mit der AKP-Mehrheit im Parlament beschlossen werden. Damit erhalten Muftis – leitende Beamte der Religionsbehörde in Provinzen und Landkreisen – die Kompetenz, rechtlich gültige Ehen nach dem Zivilgesetzbuch zu schließen. Bisher ist das zivilen Standesbeamten und Dorfvorstehern vorbehalten.

http://diepresse.com/home/ausland/welt/5298394/Tuerkei_Plan-fuer-MuftiEhe-loest-Proteste-aus

Verdeckter FBI-Ermittler verhinderte „nächstes 9/11“

15 Jahre nach den verheerenden Attacken auf das World Trade Center sollte New York im Sommer 2016 erneut von Terror erschüttert werden. Erste Informationen über geplante Anschläge am New Yorker Time Square, auf das U-Bahn-System und Konzerthallen der Millionenstadt gab das US-Bundesgericht von Manhattan am Freitag bekannt.

Demnach wollten Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) „das nächste 9/11 erzeugen“ und äußerten die Überzeugung, „diese Amerikaner brauchen einen Anschlag“.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft flog das Komplott der drei Männer durch einen verdeckten FBI-Ermittler auf. Er hatte sich über spezielle Handyanwendungen als Gleichgesinnter der IS-Anhänger ausgegeben und so ihr Vertrauen gewonnen.

http://orf.at/stories/2409992/

Aus der Schweiz reisen mehr illegale Zuwanderer nach Deutschland

Die neuesten Zahlen bestätigen die Beobachtung, dass die Schweiz für Flüchtlinge zunehmend vom Zielland zum Durchgangsland wird. «Wir stellen fest, dass der prozentuale Anteil der Migranten, die kein Asylgesuch stellen und in andere Länder wie beispielsweise Deutschland oder Schweden weiterreisen wollen, steigt», erklärt David Marquis, Sprecher des Grenzwachtkorps. In diesem Fall werde konsequent das Rückübernahmeabkommen mit Italien umgesetzt. Gemäß Mario Gattiker, Staatssekretär für Migration, sind zwischen Juni und August bis zu 60 Prozent der Personen, die in der Schweiz ein Asylgesuch stellten oder stellen wollten, verschwunden.

https://www.nzz.ch/schweiz/aus-der-schweiz-reisen-mehr-illegale-fluechtlinge-nach-deutschland-ld.1320615

Berlin: Der Tiergarten ist „völlig außer Kontrolle“

Der Bürgermeister des Bezirks Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), hat sich mit einem dramatischen Appell an die Öffentlichkeit gewandt. „Unsere Mitarbeiter aus dem Grünflächenamt brauchen dringend Hilfe, die Situation im Großen Tiergarten ist völlig außer Kontrolle“, sagte der Rathauschef am Freitag.

Die Mitarbeiter seines Grünflächenamtes seien damit überfordert, der zunehmenden Aggressivität überwiegend osteuropäischer Obdachloser, des Drogenmissbrauchs und der Prostitution sowie des wilden Lagerns in dem 210 Hektar großen Park rund um die Siegessäule Herr zu werden. „Wir müssen andere Maßnahmen ergreifen, mit der bisherigen Politik kommen wir nicht weiter“, forderte von Dassel.

Der Mord an der Kunsthistorikerin Susanne F., die genau vor einem Monat am Schleusenweg nahe dem Bahnhof Zoo im Großen Tiergarten überfallen und getötet wurde, hatte ein Schlaglicht auf die Situation in Berlins berühmtester Parkanlage geworfen. Gegen den mutmaßlichen Täter, einen 18-jährigen Russen, wurde inzwischen Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

https://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article212159041/Hilferuf-aus-Mitte-Lage-im-Tiergarten-ausser-Kontrolle.html

Mehr als 200 Festnahmen wegen Protesten zu Putins Geburtstag

Am Geburtstag von Präsident Wladimir Putin demonstrieren zahlreiche Anhänger des Oppositionellen Alexej Nawalny gegen die Staatsmacht. Nachdem es schon im Vorfeld landesweit Festnahmen gegeben hatten, wurden auch bei den Demonstrationen Menschen von der Polizei abgeführt. Das Portal OVD-Info zählte landesweit mehr als 260 Festnahmen.

Wenig Zwischenfälle gab es in Moskau, wo Hunderte Menschen am zentralen Puschkin-Platz „Russland ohne Putin! skandierten“. Der Protest blieb landesweit nach ersten Einschätzungen insgesamt kleiner als bei früheren Initiativen Nawalnys. Die Kundgebung in Moskau war nicht von den Behörden genehmigt. Am Abend begann die – ebenfalls nicht erlaubte – Haupt-Demonstration in Putins Heimatstadt St. Petersburg. Die kremlkritische Zeitung „Nowaja Gaseta“ berichtete von dort von einem harten Durchgreifen der Beamten.

Das Blatt schrieb von mindestens Hundert Festnahmen dort. In sozialen Netzwerken gab es Bilder, wie Polizisten Demonstranten wegtragen. Schon Stunden vor der Kundgebung in der früheren Zarenmetropole war ein Großaufgebot der Polizei beim Marsfeld am Newa-Ufer im Einsatz.

https://www.morgenpost.de/politik/article212164489/Nawalny-Anhaenger-vor-Protesten-in-Russland-festgenommen.html

Steigende Bierpreise angekündigt

Mehrere große Brauer wollen im kommenden Jahr Preiserhöhungen bei Flaschenbier durchsetzen. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Bierherstellern ergeben.

Der Pils-Marktführer Krombacher, der im Sommer eine Preisanhebung bei Flaschenbier noch auf unbestimmte Zeit verschobene hatte, will die Sache nun doch angehen. „Ja, in der Tat werden wir die Preiserhöhung aktuell zum 1. März 2018 durchführen“, teilte ein Krombacher-Sprecher mit. Zuvor hatte das Branchenmagazin „Inside“ darüber berichtet.

Ursprünglich wollte Krombacher zum 1. Oktober 2017 die Abgabepreise für alle in Flaschen abgefüllten Biersorten der Brauerei sowie auch einige weitere Produkte anheben. Im Juli kam dann aber ein Rückzieher mit dem Verweis, dass man Risiken und Chancen abgewogen habe.

Der deutsche Biermarktführer, die Oetker-Tochter Radeberger Gruppe, will im neuen Jahr ebenfalls bei Flaschenbieren an der Preisschraube drehen. Zum 1. Februar 2018 sei eine Preisanpassung für Teile des Flaschenbiersortiments und bei Fünf-Liter-Partyfässern geplant, einschließlich der Importmarken Guinness und Kilkenny.

„Hierbei handelt es sich um die Marken Radeberger Pilsner, Jever, Berliner Kindl, Berliner Bürgerbräu, Ur-Krostitzer, Stuttgarter Hofbräu, Altenmünster Brauer Bier sowie Allgäuer Büble Bier“, hieß es. Das Fassbiersortiment sowie alle anderen Dosengebinde der Radeberger Gruppe seien von den Preisanpassungen nicht tangiert.

Auch bei der Bitburger Braugruppe gibt es Pläne, im neuen Jahr in Teilbereichen an der Preisschraube zu drehen. „Die Bitburger Braugruppe passt zum 15. Januar 2018 über alle Marken hinweg die Preise für die Kastengebinde ausgewählter Sorten an.

http://www.mz-web.de/28547004

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