Staatsdiener ohne Staat?

Lange Zeit wurden Skeptiker der Zuwanderungspolitik mit dem Argument beruhigt, die Integration werde schon gelingen, wenn man nur hinreichend Migranten in die deutsche Verwaltung, die deutsche Polizei und möglichst auch in die deutsche Politik aufnimmt. Sobald sich die solcher Art privilegierten Volksgruppen in der Repräsentanz des deutschen Staates und bei der Vollstreckung seiner Staatsgewalt wiederfänden, würden sie sich auch dem Lande, dessen Staatsdiener sie sind, zugehörig fühlen. Das klang alles nach einem sehr schönen Weg in die bessere multikulturelle Welt, nur leider stellt er sich jetzt offensichtlich, wie so manch anderer ideologische Traum, als bloße Illusion heraus.

Gerade machen die Zustände an der Berliner Polizeiakademie Schlagzeilen, weil dort die bevorzugt eingestellten Polizeianwärter mit Migrationshintergrund zeigen, dass sie sich viel stärker ihrem Herkunftsmillieu, der Familie, dem Clan, dem eigenen ethnisch und/ oder religiös abgeschotteten Soziotop verpflichtet fühlen, als dem deutschen Staat.

Man würde gern hoffen, es wäre der kollektive Einzelfall einer einzigen polizeilichen Ausbildungsstätte. Aber das ist es offenbar nicht und es ist nicht nur die Polizei betroffen.

Jetzt ist der Fall einer Berliner Studentin der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) durch die Medien gegangen. Die junge Frau mit arabischem Migrationshintergrund hätte sich aus Sicht der Verfechter bisheriger Zuwanderungspolitik wahrscheinlich sogar als werbendes Beispiel für gelingende Integration geeignet. Doch sie ist mitnichten integriert, denn ihr Loyalität gilt in erster Linie ihrem Clan, dem sie sich zugehörig und/ oder verpflichtet fühlt.

Die junge Frau machte ein Praktikum bei der Berliner Polizei und sobald sie brisante Daten in die Finger bekam, wurden die – wie selbstverständlich – weitergeleitet. Die BZ berichtet:

Der Vorfall ereignete sich bereits am 20. Oktober auf dem Abschnitt 41 an der Gothaer Straße in Schöneberg. Dort war die Praktikantin, die laut Nachfrage bei der Polizei einen arabischen Migrationshintergrund hat, auf eigenen Wunsch untergekommen.

Die 20-Jährige studiert derzeit „Allgemeines Verwaltungsrecht“ an der HWR. Die Hochschule bildet unter anderem Polizisten für den gehobenen Dienst und Mitarbeiter für die öffentliche Verwaltung aus.

Die junge Studentin hatte offenbar Zugriff auf Dienstrechner der Behörde. In einem unbeobachteten Moment soll sie Fahndungsbilder von Mitgliedern einer arabischen Großfamilie und so genannte Fernschreiben abfotografiert haben. Danach versendete sie die Aufnahmen per WhatsApp – an wen, ist noch unklar.

Polizeibeamte bemerkten das Geschehen und setzten die Frau fest. Die Kriminalpolizei der Direktion 4 ermittelt wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen.

Gut, jetzt kann man sagen, dass auch das letztlich ein Einzelfall ist, wenn nicht durch diesen Fall weitere Probleme der HWR speziell mit arabischstämmigen Studenten bekannt geworden wären: Studenten mit Migrationshintergrund, die an der HWR für den höheren Dienst studieren, sollen Doppelgänger zu wichtigen Rechtsklausuren geschickt haben, um besser abzuschneiden. Auch sollen Plagiate bei Hausarbeiten abgegeben worden sein. Drei Fälle dieser Plagiate sind der Abendschau von Dozenten bestätigt worden. Die Hochschule schließt Plagiate nicht aus, will Zahlen aber aus Datenschutzgründen nicht nennen.

Bodo Pfalzgraf, der Berliner Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, erkennt sogar ein Muster: Arabische Großfamilien versuchen gezielt, Angehörige in den öffentlichen Dienst einzuschleusen. Es gebe „deutliche Hinweise“ auf einen solchen strategischen Ansatz, sagte Pfalzgraf im ZDF-„Morgenmagazin“. Dazu versuchten sie, „bestimmte Familienangehörige von Straftaten frei zu halten“, damit ihr Weg in den öffentlichen Dienst nicht am schlechten polizeilichen Führungszeugnis scheitert.

Sicherlich wäre es falsch, jeden Menschen mit einem arabischen Namen unter Clan-Verdacht zu stellen. Doch die blauäugigen pauschalen Extra-Erleichterungen für „Menschen mit Migrationshintergrund“ sollte man aufgeben. Integration gelingt dann, wenn die Regeln klar sind und durchgesetzt werden. Und die Regeln können nicht die sein, die die Zuwanderer fordern, weil auf die Vorschriften von Allah und seinem Propheten Rücksicht genommen werden müsse.

Es sind vielleicht auch die unspektakulären, aber dennoch wichtigen, Details, die man wieder in den Blick nehmen muss, denn die lassen sich schnell ändern. Beispielsweise ist es falsch, Menschen den Weg in den deutschen Staatsdienst zu erleichtern, die nicht einmal Staatsangehörige ihres Dienstherrn sein wollen. Wer hier die Staatsgewalt verkörpern soll, dem kann man abverlangen, dass er auch Bürger dieses Staates ist. Das war –regelbestätigende Ausnahmen eingeschlossen – lange Zeit selbstverständlich. Der gegenwärtige Trend hat eine andere Richtung.

Wenn in einer Verwaltung plötzlich in signifikanter Zahl Mitarbeiter sitzen, deren Loyalität einem sozialen Umfeld gehört, das wiederum mit organisierter Kriminalität und/ oder extremistischen Gruppen vernetzt ist, birgt diese Tatsache eine Gefahr in sich, die man nicht kleinreden darf.

Vielleicht sollte man sich wieder mehr auf praktikable Selbstverständlichkeiten besinnen, auch wenn dies mit schmerzhaften Abschieden von manchem schön erdachten, ideologiekompatiblen Weg in die vermeintlich bessere Welt verbunden ist.

2 Kommentare

  1. Reiner Wehpunkt

    Die Dummheit und Naivität in der deutschen Bevölkerung nimmt immer erschreckendere Formen an.

    Diese satten, dekadenten Bürger sind es, welche die Regierung und Verwaltung durch Wahl und/oder Schweigen legitimieren, die Zerstörung der deutschen Nation zu betreiben.

    Mit Sicherheit wird dieses selbstzerstörerische Verhalten in einigen Jahrzehnten in den Lehrbüchern der Psychiatrie als ‚verkappter Selbstmord‘ aufgenommen worden sein. Eine vollverblödete Bevölkerung erträgt ihre Lebenslügen nicht länger und holt sich millionenfach solch gesunde Menschen ins Land, die diesem Lächerlichen Wahn der Political Correctness sehr bald ein Ende bereiten werden.

    Antworten
  2. Ulrich Bohl

    Die Dummheit und Naivität in der deutschen Verwaltung und Regierung nimmt immer erschreckendere Formen an. Oder sind wir schon soweit, dass Absicht
    unterstellt werden muss? Im Ausland und diesen Kreisen lacht man sich
    kaputt über Deutschland. Wem als Deutscher das alles nicht passt und
    es sagt der wird auch noch von der Politik dafür beschimpft. Aus Deutsch-
    land ist IRRLAND geworden. Nicht zu verwechseln mit Irland.

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.