Atomkrieg und Alkohol

EIN BLICK IN DIE TAGESMELDUNGEN:

Mindestens 17 Tote durch Anschlag in Afghanistan

Durch einen Anschlag in Afghanistan sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Mindestens 13 Menschen seien außerdem verletzt worden, teilten die Behörden mit. Eine auf einem Motorrad befestigte Bombe sei bei der Trauerfeier eines früheren Gouverneurs in der Region Nangarhar explodiert. Die Region liegt im Osten des Landes an der Grenze zu Pakistan.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-12/terrorismus-afghanistan-anschlag-trauerfeier-nangarhar

Kongo: Acht Tote bei Protest gegen Präsident Kabila

Bei den Zusammenstößen zwischen Polizisten und regierungskritischen Demonstranten in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens acht Menschen getötet worden. Sieben Menschen seien in der Hauptstadt Kinshasa, ein weiterer sei in der zentralen Stadt Kananga getötet worden, verlautete am Sonntag aus einer UNO-Quelle.

Demnach wurden landesweit zudem etwa 120 Menschen am Rande der Proteste gegen Präsident Joseph Kabila festgenommen. Rund 80 Menschen, darunter Priester, seien in Kinshasa festgenommen worden, hieß es weiter. Etwa 40 weitere Festnahmen habe es im Rest des Landes gegeben.

Die Katholische Kirche des Landes hatte zu friedlichen Protesten aufgerufen. Damit wollte sie an die Unterzeichnung eines Abkommens ein Jahr zuvor erinnern, das für 2017 die Wahl eines Nachfolgers für Staatschef Kabila vorsah. Die Behörden hatten jedoch jegliche Demonstrationen verboten.

Die Regierung ließ zudem unter Verweis auf die nationale Sicherheit den Zugang zu Internet- und SMS-Diensten bis auf weiteres sperren.

http://derstandard.at/2000071264439/Kongo-ordnet-vor-Protesten-Sperrung-des-Internets-an

Weiter Proteste im Iran: 200 Demonstranten festgenommen

Trotz Warnungen der iranischen Behörden vor einem harten Eingreifen sind Regierungsgegner in zahlreichen Städten und Dörfern den vierten Tag in Folge auf die Straßen gezogen. In sozialen Medien kursierten am Sonntag Videos, die offenbar Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Protestteilnehmern in mehreren Orten zeigten, darunter in Teheran. Der Zugang zu den Online-Diensten Instagram und Telegram, über die viele Regierungsgegner offenbar kommunizierten, wurde laut Staatsfernsehen eingeschränkt.

Das Innenministerium bestätigte, dass wegen der Ausschreitungen aus Sicherheitsgründen auch das Internet beschränkt wird. Dies sei aber nur vorläufig, sagte ein Sprecher des Ministeriums nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.

Telegram-Chef Pavel Durov teilte am Sonntag auf Twitter mit, dass die iranische Regierung für die meisten Bürger des Landes den Zugriff auf den Messenger-Dienst Telegram gesperrt hat. Die Handy-App ist für viele Iraner das Mittel der Wahl, um Videos und Nachrichten zu den anhaltenden Protesten gegen die Regierung auszutauschen.

Bei Demonstrationen wurden bislang zwei Menschen getötet und allein in Teheran rund 200 Menschen festgenommen. Dennoch beteiligten sich seit Donnerstag Zehntausende im ganzen Land an den Protesten. Mittlerweile handelt es sich um die größte Demonstrationswelle seit den Unruhen von 2009, die nach der umstrittenen Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad zum Präsidenten ausgebrochen waren.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/teheran-laesst-200-demonstranten-festnehmen-15368625.html

Griechenland liefert türkische Soldaten nicht aus

Athen wird die acht türkischen Militärs, die 2016 nach Griechenland geflohen waren und dort Asyl beantragt haben, laut einem Regierungssprecher nicht an die Türkei ausliefern. Dies gelte unabhängig dessen, ob sie in Griechenland Asyl bekommen oder nicht, erklärte ein griechischer Regierungssprecher am späten Sonntagabend.

Der Fall führt immer wieder zu Spannungen zwischen Athen und Ankara. Einer der acht Militärs hatte am Freitag Asyl erhalten. Diese Entscheidung hatte Ankara scharf verurteilt. Der Schritt sei politisch motiviert und werde Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen und die regionale Zusammenarbeit haben, erklärte die türkische Regierung am Samstag.

Athen hatte wiederholt erklärt, die griechische Justiz sei unabhängig und ihre Entscheidungen würden in Griechenland respektiert.

http://derstandard.at/2000071266430/Tsipras-beantragte-nach-Kritik-aus-Ankara-Aufhebung-von-Asylbescheid

Kim Jong Un droht in Neujahrsbotschaft wieder mit Atomkrieg

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat in seiner Neujahrsbotschaft mit einem Atomwaffenangriff gedroht. „Der Atomknopf ist immer auf meinem Tisch“, erklärte Kim in der Nacht. Dies sei „keine Erpressung, sondern die Realität“. Sein Land müsse Atombomben und Raketen nun in Massenproduktion herstellen und ihre Stationierung beschleunigen.

Nordkorea treibt seine atomare Aufrüstung voran und richtet immer wieder Drohungen gegen Südkorea und die USA. Im September testete das international isolierte Land eine Wasserstoffbombe, die nach japanischen Angaben eine Sprengkraft von 160 Kilotonnen hatte – mehr als zehnmal so viel wie die Atombombe, welche die US-Streitkräfte 1945 über Hiroshima abwarfen.

Ende November brüstete sich Nordkorea mit dem Test einer Interkontinentalrakete und erklärte, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen. Der UNO-Sicherheitsrat verhängte wiederholt Sanktionen gegen Nordkorea, zuletzt am 22. Dezember.

http://orf.at/stories/2420800/

Südkorea stoppt zweites Schiff wegen Ölschmuggel

Südkorea hat laut Medienberichten ein weiteres ausländisches Schiff unter dem Verdacht gestoppt, heimlich Mineralölprodukte auf ein nordkoreanisches Schiff umgeladen zu haben. Eine UNO-Resolution verbietet den Handel mit Nordkorea von Schiff zu Schiff.

Der Tanker „KOTI“ werde seit dem 21. Dezember im Hafen Peongtaek-Dangjin an der Westküste Südkoreas festgehalten, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag unter Berufung auf die Hafenbehörde. Das Schiff dürfe den Hafen nicht verlassen, solange die Untersuchung andauere.

Zunächst war unklar, wann und wo die „KOTI“ die Ölprodukte auf ein Schiff aus Nordkorea umgeladen haben soll. Der Tanker sei unter der Flagge Panamas gefahren, und die meisten Besatzungsmitglieder stammten aus China und Myanmar.

Am Freitag hatte das Außenministerium in Seoul mitgeteilt, dass bereits im November ein unter der Flagge Hongkongs fahrendes Schiff beschlagnahmt und inspiziert worden sei.

http://orf.at/stories/2420748/2420749/

Saudi-Arabien und Emirate führen Mehrwertsteuer ein

Viele Produkte und Dienstleistungen werden ab dem neuen Jahr mit fünf Prozent besteuert, teilten die zuständigen Steuerbehörden der beiden Staaten mit.

Die Mehrwertsteuer wird auf zahlreiche Produkte wie Nahrung, Getränke, Transport, Übernachtungen, Immobilien und Benzin erhoben. Öffentliche Bildung und die öffentliche Gesundheitsversorgung sollen zunächst nicht besteuert werden.

Die Einführung der Mehrwertsteuer soll angesichts sinkender Ölpreise die Staatseinnahmen auf eine breitere Basis stellen und für stabile Finanzen sorgen.

Vor zwei Jahren hatten sich die Finanzminister des Golfkooperationsrates (GCC) auf eine flächendeckende Einführung der Mehrwertsteuer geeinigt. Zum 1. Januar setzen aber zunächst lediglich Saudi-Arabien und die VAE den Beschluss um.

http://www.bild.de/politik/ausland/saudi-arabien/saudi-arabien-fuehrt-mehrwertsteuer-ein-54340826.bild.html

Russland: Debatte über Senkung des Alkoholgehalts im Wodka

Alkoholvergiftungen durch gepanschten Wodka treten in Russland immer wieder auf – gerade zu Neujahr. Doch nun wollen ausgerechnet die russischen Abgeordneten selbst „panschen“. Der Föderationsrat, das Oberhaus des Parlaments, berät nämlich darüber, das „Reinheitsgebot“ für Wodka aufzuweichen und den Alkoholgehalt (geringfügig) zu senken. Eigentlich gelten in Russland 40 Prozent für Wodka als Standard, doch eine Gruppe von Senatoren will nun die Untergrenze auf 37,5 Prozent herabsetzen. Die entsprechende Gesetzesänderung könnte bereits am 1. Juli nächsten Jahres in Kraft treten.

Hintergrund sind wirtschaftliche Erwägungen: Mit 37,5 Prozent Ethylanteil wird der Wodka einfach billiger in der Produktion. Pro Liter ergebe sich eine Ersparnis von sieben Rubel (umgerechnet zehn Eurocent), rechnete der Direktor des „Zentrums für die Erforschung des föderalen und regionaler Alkoholmärkte“, Wadim Drobis, vor.

Hinter dem Gesetz dürfte der russische Spirituosenverband stehen, der unlauteren Wettbewerb aus dem Westen beklagt. Die bisherige Gesetzeslage sei für den russischen Wodka „diskriminierend“ gewesen, meint der Präsident des Verbands, Igor Kosarjew: „Wir können keinen Wodka mit 37,5 Prozent herstellen und exportieren. Andere Länder wie Finnland und Polen können solchen Wodka machen, und der ist im Regal natürlich billiger, weil in den meisten Ländern die Steuer entsprechend dem Alkoholgehalt erhoben wird“, beklagte er.

http://derstandard.at/2000071212167/Alkoholgehalt-absenken-Des-Wodkas-reine-Seele-ist-in-Russland-in

Kalifornien legalisiert Cannabis auch als Genussmittel

In Kalifornien ist ab heute der Konsum von Cannabis auch als reines Genussmittel erlaubt. Mehr als ein Jahrzehnt nach der Legalisierung der Droge zur medizinischen Anwendung darf sie ab dem neuen Jahr auch ohne Rezept erworben werden. Jeder in Kalifornien ab 21 Jahren darf bis zu 28,3 Gramm Cannabis kaufen und bis zu sechs Cannabispflanzen selbst anbauen.

http://orf.at/stories/2420781/

EU-Verbot fürs Bleigießen

Weil die Europäische Union in ihrer Chemikalienverordnung neue Grenzwerte für Blei in Produkten festgelegt hat, werden die beliebten Bleigieß-Sets 2018 aus dem Handel verschwinden. Denn der Bleigehalt darf ab April 2018 den Wert von 0,3 Prozent nicht überschreiten. Laut Stiftung Warentest finden sich in den Figuren aber bis zu 71 Prozent des Schwermetalls.Das Umweltbundesamt warnt bereits jetzt vor dem Orakeln mit Blei. „Nicht ohne Grund gibt es für das Trinkwasser, den Boden, die Luft und für Nahrungsmittel Grenz-und Richtwerte, die die Verbreitung von Blei in der Umwelt und die Belastung des Menschen mit Blei verringern sollen“, heißt es auf der Website.

 

https://www.derwesten.de/panorama/eu-verbot-bleigiessen-an-silvester-2018-nicht-mehr-moeglich-id212980577.html

Erneut Kirchenglocken mit NS-Symbolen entdeckt

Wie rbb|24 berichtet, wurden in den vergangen Wochen in den Hauptstadt zwei solcher Glocken entdeckt. In der Spandauer Wicherngemeinde und der Philipp-Melanchthon-Kappelle im Bezirk Rudow sollen sich die Kirchenglocken befinden.

Kurz vor Weihnachten wurde durch einen Glockensachverständigen die Rudower Glocke bei Nachforschungen gefunden.

„Da die Gemeinde zwei Glocken hat, soll die Nazi-Glocke nicht mehr geläutet werden“, sagte Pfarrerin Marion Gardei. Sie ist bei der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) Beauftragte für Erinnerungskultur.

Die Spandauer Glocke soll bereits außer Betrieb genommen worden sein. Im dortigen Heimatmuseum wird sie vermutlich demnächst als Ausstellungsstück dienen. Nachdem bereits mehrere Kirchenglocken mit Nazi-Symbolen gefunden wurden, startete man im Oktober bei den EKBO-Kirchengemeinen eine Abfrage.

https://www.tag24.de/nachrichten/berlin-spandu-rudow-zwei-kirchenglocken-mit-nazi-symbolen-gefunden-ekbo-abfrage-ausser-betrieb-heimatmuseum-hitler-glocke-410615 – article

Atomkraftwerk  Gundremmingen ist nun abgeschaltet

Im Rahmen des deutschen Atomausstiegs ist Block B im schwäbischen Gundremmingen abgeschaltet worden. Die Schichtmannschaft habe am Mittag den Generator vom Stromnetz getrennt und kurz darauf den Reaktor endgültig abgeschaltet, teilte ein Sprecher am Sonntag mit.

Knapp 34 Jahre produzierte Block B Strom aus Kernkraft, die Betriebsgenehmigung endete nach dem Atomausstiegsplan der Bundesregierung am Silvestertag 2017. Künftig gibt es dann nur noch sieben Atomkraftwerke in Deutschland, im Dezember 2022 sollen die letzten abgeschaltet werden.

Das Ende des im März 1984 in Betrieb genommenen Blocks B in Gundremmingen steht seit Jahren fest. Es war nach der Katastrophe im japanischen Fukushima 2011 festgelegt worden, wie bei den anderen damals noch aktiven Anlagen auch. Der Block C des Kernkraftwerks im Landkreis Günzburg darf noch bis Ende 2021 weiterlaufen, obwohl dieser Meiler ebenfalls 1984 nur wenige Monate nach dem benachbarten Reaktor in Betrieb ging. Gundremmingen war bislang der letzte Standort in Deutschland mit noch zwei aktiven Reaktoren.

https://www.shz.de/deutschland-welt/panorama/abgeschaltet-block-b-im-akw-gundremmingen-ist-vom-netz-id18693331.html

1 Kommentar

  1. K.Onservativ

    Warum nur Glocken stillegen?
    Ich finde, man sollte alles zwischen 33 und 45 gebaute „National Sozialistisches Gut“ stillegen oder besser noch abreißen. Autobahnen, Gebäude und Fabriken, könnte man doch genauso abschaffen wie die mit viel Steuergeldern gebauten Kernkraftwerke. Der Bürger hat ja noch 50% seines schwer erarbeiteten Lohnes, also lasset uns fröhlich eine weitere Steuer einführen zur Entnazifizierung und zum Wohle des roten politisch korrekten Soziallistenprekariats.

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