Dokumentarfilm

Nach dem Film ist vor dem Film. In den folgenden Zeilen verweisen wir zwar auf einige bisher von uns produzierte Dokumentarfilme, doch wir haben weitere Filme in Vorbereitung und in Arbeit. Wie schnell es vorangeht, hängt nicht allein von uns, sondern auch von der Finanzierung des jeweiligen Films ab. Sollten Sie Interesse an unseren Projekten und einer evtl. Unterstützung haben, dann folgen Sie bitte auch dem Link Projekte

Eine Auswahl unserer Dokumentarfilme:

Waldbrüder

So nannten sich im Baltikum die Partisanen, die den Kampf gegen die sowjetische Besatzungsmacht aufnahmen, als die meisten Europäer erleichtert über das Ende des Krieges waren. Sie haben für diesen Kampf alle teuer bezahlt. Es gibt nicht mehr viele, die noch selbst erzählen können, warum sie in die Wälder gingen, vom nachhaltig prägenden Terror, von der Angst, von der Rechtfertigung für das Töten, von Zweifeln, von langen Lagerjahren, von späterem Stillhalten oder Opposition, vom späten Sieg und dem Unverständnis der Nachgeborenen. Die Protagonisten dieses Films sind zwei Waldbrüder aus dem lettischen Ihle-Bunker, der vor einigen Jahren wiederentdeckt und freigelegt wurde. Sie erzählen ihre Geschichte, wie auch die Freundin des einen, aus seiner Zeit im Bunker und eine Waldschwester, der sie auf einem Veteranentreffen begegnen. Veröffentlichung 2014. Trailer

90 min., Autor: Peter Grimm, Kamera: Eckart Reichl, Schnitt: Eckart Reichl, Erstaufführung 2014

Rischkanowka oder Der König von Bessarabien

Ein Film aus der vergessenen Welt der Bessarabiendeutschen. Er bewegt sich in einer versunkenen Lebenswelt, mit Protagonisten, deren Lebensgeschichten sie dramatisch wie tragikomisch durch alle Untiefen der europäischen Geschichte führten. Sie blicken aus ungewohnten Perspektiven auf eine nur scheinbar bekannte Historie und bewegen sich manchmal sehr skurril durch die verlorene Lebenswelt ihrer Kindheit und Jugend, die sie trotz aller Jahrzehnte nie losgeworden sind. Einen Ausschnitt finden Sie hier

90 min., Autor: Peter Grimm, Kamera: Eckart Reichl, Schnitt: Eckart Reichl, Erstaufführung 2008

Die Frau des letzten Juden

Er war jahrzehntelang der letzte Jude, der in ihrer Stadt lebte. Überlebt hatte er aber in Bolivien im Exil. Und als er sich 1961 noch einmal seine Heimatstadt besucht, verliebt er sich ausgerechnet in diese Frau, die an der Rettung einer ihm bekannten jüdischen Familie beteiligt war. Wegen ihr zieht er nach dem Mauerbau ausgerechnet in die DDR. Und hier lebt er mit seiner unangepassten couragierten Frau und der Angst, seinen Pass zu verlieren. Auch wenn die Behörden ihn bedrängen, den bolivianischen Pass will er nie wieder abgeben. Bis zu seinem Tod nicht. Lieber lebt er jahrzehnte als Ausländer in seiner Heimatstadt.

90 min., Autor: Peter Grimm, Kamera: Eckart Reichl, Schnitt: Andreas Arndt, Erstaufführung 2003

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